Anästhesie
Präoperative Hämodilution

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Präoperative Hämodilution

Gezielt herbeigeführte Blutverdünnung vor der Operation.

Allgemein
  • das Volumen der Erythrozyten im Verhältnis zum Blutplasma ist erniedrigt (es werden weniger rote Blutkörperchen mit dem Blut verloren)
Indikationen
  • wenn andere blutsparende Verfahren nicht möglich sind
  • Polyzythämie
  • Durchblutungsverbesserung (Gehirn, Netzhaut, Innenohr): z.B. frische Schlaganfälle
  • Verhinderung/Behandlung eines hämorrhagischen Scjocks
Monitoring
  • EKG
  • Blutdruck
  • Hämatokrit
  • ZVD
  • Diurese
Durchführung
  • Beginn vor oder nach der Narkoseeinleitung
  • Blutentnahme
  • Substitution von kolloidalen Infusionen
  • nach der Operation Gabe des vorher abgenommenen Blutes
Kontraindikationen
  • Anämie
  • Blutgerinnungsstörungen
  • kardiale Vorerkrankungen
  • schwere Lebererkrankungen
Vorteile
  • bessere Mikrozirkulation des Blutes
  • Prophylaxe von Thromboembolien
  • Senkung des Blutbedarfs
Nachteile
  • Gefahr des Lungenödems
  • Störungen des Elektrolythaushaltes
  • Intraoperative Blutdruckabfälle

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