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Allergien

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Allergien               

Überschießende Abwehrreaktion des körpereigenen Immunsystems auf bestimmte, normalerweise harmlose Stoffe, die im Körper einen Entzündungsprozess auslösen.

Leitmerkmale: je nach Allergie verschieden
Ursachen
  • genetisch: erhöhtes Risiko einer Erkrankung, wenn die Eltern Allergiker sind
  • Hygienemaßnahmen: übertriebene
  • Umweltverschmutzung, Impfungen, veränderte Lebensgewohnheiten
Auslöser Beruf:
  • Friseur: Dauerwelle, Haarfarbe, Haarspray, Desinfektionsmittel
  • Ärzte: Desinfektionsmittel, Latex
  • Imker: Bienengift
  • Bäcker: mehlstaub
  • Lederverarbeitung: Gerbgifte, Chrom, Farbe
  • Schneiderei: Farbe, Konservierung, Kunstfasern
  • Gastgewerbe: Tabak
  • Tierärzte: Tierhaare
  • Holzverarbeitung. Lacke, Lösungsmittel
  • Im Haus:
  • Klimaanlagen
  • Heizung, Matratzen (Milben)
  • Behandelnde Hölzer (Lacke, Lösungsmittel)
  • Wandverkleidungen (Schimmelpilze)
  • Feuchträume (Schimmelpilze)
  • Teppichböden (Lösungsmittel, Milben)

Nahrungsmittel:
  • Erdbeeren, Tomaten, Äpfel, Nüsse
  • Sellerie, Sauerkraut, Milch, Käse
  • Schalentiere, Schweinefleisch, Wurst, Innereien (Leber)
  • Soja, chininhaltige Getränke (Bitter Lemon)
  • Weine, Fertigprodukte, Fast Food
  • Glutanat

Hobbys:
  • Heimwerker: Lösungsmitte, Stäube
  • Handarbeiten: Konservierungsstoffe, Kunststoffe, Farben
  • Modelbauer: Kunststoffe, Lösungsmittel, Farben, Stäube
  • Tiere. Alle behaarten Tiere, Federvieh, Vögel
  • Pflanzen: alle blühenden Pflanzen, exotische Grünpflanzen
  • Schwimmen: Chlor

Kleidung:
  • Kleidung: Konservierungsstoffe, Kunststoffe, Farbe
  • Schmuck: Nickel, Chrom, Goldlegierungen, Lederarmbänder
  • Kosmetika: Konservierungsstoffe, Duftstoffe, Perubalsam, Schwermetalle, Mineralstoffe, Tenside
Auslöser
  • nach Allergiequelle: Hausstaub, Pollen, Tiere
  • nach Art des Kontakts: enteral (Nahrungsmittel), Inhalation, Berührung
Pathogenese Dringt ein Allergen ein wird es von den Makrophagen zum nächsten Lymphknoten gebracht und dort den T-Lymphozyten präsentiert (spezifische Abwehr). Die T-Helferzellen reagieren überaus stark auf das Allergen wobei die T-Suppressorzellen die überschießende Reaktion nicht verhindern können. Dadurch verwandeln sich die B-Lymphozyten in Plasmazellen und produzieren IgE-Antikörper. Beim 2. Kontakt mit dem Allergen werden von den Mastzellen Botenstoffe (Histamin) freigesetzt, wodurch es zur Allergie-Reaktion im Körper kommt.

Symptome
  • Allgemeinsymptome: Kopfschmerzen, Übelkeit, chron. Müdigkeit, Unruhe/Nervosität, reduzierter Allgemeinzustand, Depressivität
  • pulmonal: chron. Bronchitis, Asthma bronchiale
  • Schleimhäute: chron. Schnupfen, Mundschleimhautschwellungen, Konjunktivitis
  • dermal: Urtikaria, Kontaktekzem, Neurodermitis
  • enteral: Erbrechen, Durchfälle
  • rheumatische Beschwerden
Diagnose Anamnese: Eigen-/Familien-/Medikamentenanamese, Beruf, häusliches Umfeld, Ernährung, Nahrungsergänzungen, Suchtmittel, sportliche Aktivitäten, Hobbys, Kleidung, Kosmetika, Schmuck, Haustiere, Pflanzen, psychische Belastungen
Labor: IgE, ECP, Tryptase
Apparative Diagnostik: Provokationstests, Hauttests

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