Anästhesie
HNO-Narkosen

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Anästhesie bei Operationen an Kopf und Hals

Besonderheiten

  • Intubation meistens mit Spiraltubus
  • Augen mit Augensalbe und Pflaster vor Schäden schützen
  • Verbindungsstellen am Beatmungssystem vor Diskonnektion mit breitem Pflaster schützen

Adenotomie/

Tonsillektomie

 

  • Tubus links, seitlich am Mundrand gut fixieren
  • nach Anbringen des Spatels durch den Operateur nochmals auskultieren => Tubus  kann hinein gerutscht sein (einseitige Beatmung)
  • vor der Extubation gründliches Absaugen des Mund- Rachen- Raumes
  • Extubation nur wenn beim Patienten die Schutzreflexe zurückgekehrt sind
  • nach der Extubation den Patienten in die stabile Seitenlage bringen (v.a. Kinder) => besserer Abfluss von Sekret und Blut
  • schwierige Intubationen müssen mit dem Bronchoskop durchgeführt werden
  • Nachblutungen gelten grundsätzlich als nicht nüchtern

Stützendoskopie 

  • nur unter Verwendung eines Woodbridge Tubus Größe CH 28

Zahn- / Kiefer-OP 

  • evtl. Intubation über die Nase
  • Tubus Größe 7,0 und kleiner bereithalten
  • Magillzange

Tracheotomie 

  • Intubationsprobleme möglich
  • Narkoseeinleitung erfolgt erst, wenn die Operateure bereit stehen
  • gute Präoxygenierung des Patienten
  • Relaxierung erst, wenn die Maskenbeatmung sicher möglich ist
  • nach Intubation: Tubus mit Verlängerung (Gänsegurgel) über die Stirn ableiten
  • Trachealkanüle dem Operateur steril anreichen und auf Dichtigkeit prüfen lassen
  • vor der Fensterung der Trachea: 100 % Sauerstoff manuell und Tubusfixierung lösen
  • nach der Fensterung der Trachea wird der Tubus nur so weit zurückgezogen, dass die Spitze des Tubus oberhalb der Öffnung der Trachea liegt
  • nach dem Legen der Kanüle: Anschluss an das Beatmungsgerät
  • Lagekontrolle durch Auskultieren der Lunge (beidseitige Belüftung)
  • Narkose fortführen

Struma-OP

  • nach der Narkoseeinleitung nicht nachrelaxieren um ein Recurrens-Monitoring nicht zu behindern