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Mabry-Syndrom

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Mabry-Syndrom

Hyperphosphatasie-Intelligenzminderungs-Syndrom ist eine weitere Bezeichnung für das Mabry-Syndrom. Als Mabry-Syndrom bezeichnet man eine sehr seltene Erkrankung die vererbt wird und mit zahlreichen Fehlbildungen einhergeht. Durch verschiedene Mutationen an verschiedenen Genen kommt es zu einer höhten Sekretion der alkalischen Phosphatase.


Leitmerkmale:  Krampfanfälle, Hyperphosphatasie, Intelligenzminderung
Definition Beim Mabry-Syndrom handelt es sich um eine vererbte Krankheit, die vor allem das Zentralnervensystem betrifft

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Hyperphosphatasie-Intelligenzminderungs-Syndrom
Vorkommen
(vor allem bei)
  • Neugeborene, Kleinkinder
Ursachen
  • Vererbung: autosomal-rezessiv
    • Typ I: Chromosom 1, Genlokus p26.11, PIGV-Gen
    • Typ II: Chromosom 9, Genlokus p13, PIGO-Gen
    • Typ III: Chromosom 11, Genlokus p15, PGAP2-Gen
    • Typ IV: Chromosom 17, Genlokus q12, PGAP3-Gen
    • Typ V: Chromosom 17, Genlokus q12, PIGW-Gen
    • Typ VI: Chromosom 4, Genlokus q22, PIGY-Gen
Symptome
  • Trias: Krampfanfälle, Intelligenzminderung, Hyperphosphatasie
  • Skelett: Gaumenspalte, bereiter Nasenrücken, rechteckiges Gesicht Hypertelorismus, kurze/distale Phalangen, hypoplastische Nägel
  • Zentralnervensystem: Epilepsie, Muskelhypotonie
  • Herz/Kreislauf: Hypotonie, Herzfehler
  • Verdauungstrakt: Megakolon, anorektale Fehlbildungen, Herzfehler
Diagnose Anamnese: Klinik
Labor: alkalische Phosphatase erhöht, Genanalyse
Differentialdiagnose
  • Coffin-Siris-Syndrom
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Behandlung der Symptome