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Magenvolvulus

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Magenvolvulus

Magendrehung, Volvulus ventriculi, Magentorsion sind weitere Bezeichnungen für den Magenvolvulus. Beim Magenvolvulus handelt es sich Verdrehung eines Teils des Magen um die eigene Längs- oder Querachse, somit um eine lebensbedrohliche Erkrankung, da dadurch keine Nahrung von der Speiseröhre in den Magen gelangen kann.


Leitmerkmale: Erbrechen, Oberbauchschmerzen
Definition Als Magenvolvulus bezeichnet man eine Verdrehung eines Teils des Magens um die eigene Achse

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Magendrehung
  • Volvulus ventriculi
  • Magentorsion
Einteilung
  • akuter Magenvolvulus: vor allem im Neugeborenen-/Säuglingsalter auftretend, meist vollständige Verdrehung des Magenteils, es kommt hierbei zu einem Ileus
  • chronischer Magenvolvulus: unvollständige Verdrehung eines Magenteils, es kann noch Nahrung in den Magengelangen, deshalb kommt es zu milderen Krankheitszeichen
Ursachen
  • Verdrehung eines Teils des Magens
Risikofaktoren
  • Hiatushernie
  • Relaxation des Zwerchfells
  • Lageveränderungen des Magens: Krankheiten, Tumoren, Adhäsionen
  • akuter Volvulus: Neugeborene/Säuglinge; nach Fundoplikatio
  • fehlende Milz
Symptome
  • Allgemeinsymptome: Oberbauchschmerzen, Verdauungsstörungen, Müdigkeit, Gedeihstörungen, Gewichtsabnahme, Abgeschlagenheit, Dyspnoe, Appetitlosigkeit
  • Verdauungsapparat: Aufstoßen, Aufblähung des Magens, Übelkeit, Erbrechen, Magenblutung
Diagnose Anamnese: Klinik, Operationen
Apparative Diagnostik: Sonografie (abnorme Position des Pylorus), Röntgen (luftgefüllter Magen, unterschiedlich hohe Sekretspiegel) mit Kontrastmittel (Passagestopp), Magenspiegelung, CT-Abdomen
Komplikationen
  • Nekrose der Magenwand
  • Perforation
  • Luftembolie (Pfortaderkreislauf)
  • Ileus mit Tod
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Magensonde
  • Operative Therapie: Magenneupositionierung, Hiatoplastik, Fundoplikatio