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Majeed-Syndrom

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Majeed-Syndrom

Als Majeed-Syndrom bezeichnet man eine ererbte Krankheit, die mit Entzündungen einhergeht. Durch die Erkrankung kommt es zu einer vermehrten Produktion von proinflammatorischen Zytokinen. Dadurch wird das Immunsystem fehlgesteuert. Die Erkrankung kommt vor allem im Nahen Osten und in Indien vor. Da es für die Erkrankung keine kausale Therapie gibt, können nur die Symptome gemildert werden. Die Prognose ist allgemein schlecht.


Leitmerkmale:  Anämie, chronische rekurrierende multifokale Osteomyelitis, Hautentzündungen
Definition Beim Majeed-Syndrom handelt es sich um eine sehr seltene vererbte Krankheit, die verschiedene Organsysteme betrifft

Vorkommen
(vor allem bei)
  • erste zwei Lebensjahre
Ursachen
  • Vererbung: autosomal-rezessiv (Chromosom 18, Genort p11.31, LPIN2-Gen)
Symptome
  • chronisch rekurrierenden multifokalen Osteomyelitis: Knochenschmerzen, Gelenkschmerzen, Fieber, Beugekontrakturen, Wachstumsverzögerung bis Kleinwuchs
  • kongenitale dyserythropoetische Anämie: Mikrozytose im Blut/ Knochenmark
  • Hautentzündungen:  Pustulose, Sweet-Syndrom
  • Allgemeinsymptome: Neutropenie, Ikterus, Hepatomegalie
Diagnose Anamnese: Klinik
Labor: Genuntersuchung, Erythrozyten niedrig, Entzündungsparameter hoch
Apparative Diagnostik: Röntgen, MRT, Knochenmark-/Hautbiopsie
Differentialdiagnose
  • infantile kortikale Hyperostose
  • SAPHO-Syndrom
  • Immundefekte
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Behandlung der Symptome
  • Medikamentöse Therapie: Immunsuppressiva