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MALT-Lymphom

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MALT-Lymphom

Als MALT-Lymphom (Mucosa Associated Lymphoid Tissue) bezeichnet man eine Unterart des Non-Hodgkin-Lymphoms. Die Erkrankung befällt dabei nur die Schleimhäute. Es handelt sich dabei meist um B-Zell-Lymphome. Am häufigsten davon betroffen ist die Magenschleimhaut. Danach folgen, das Auge, die Nase, die Speicheldrüsen und der Rachen. Dabei kann die Erkrankung sowohl gutartig wie auch bösartig sein. Durch den Eintritt von Antigenen in die Schleimhaut (auch Bindehaut) kommt es zur Sensitivierung der Lymphozyten, die in die regionalen Lymphknoten einwandern und dort das Immunglobulin A produzieren. Es kommt dadurch zu chronischen Entzündungen. Die dabei auftretenden Beschwerden sind aber meist nur so gering, dass die Erkrankung meistens nur bei Routineuntersuchungen erkannt wird.


Leitmerkmale: Bauchschmerzen, Schwächegefühl
Definition Beim MALT-Syndrom handelt es sich um einen Befall des mit Schleimhaut verbundenen lymphatischen Gewebes

Vorkommen
(vor allem bei)
  • Frauen: nach dem 60. Lebensjahr
Ursachen
  • Autoimmunerkrankung
  • chronische Infektion
Risikofaktoren
  • Typ-B-Gastritis
  • Helicobacter-pylori-Infektion
Symptome
  • Allgemeinsymptome: Gewichtsverlust, Bauchschmerzen, Schwächegefühl, Übelkeit, Fieber, Verstopfung
  • Lymphom: Verdauungstrakt (v.a. im Magen), Drüsen (Tränendrüse, Brustdrüse, Schilddrüse)
  • evtl.: Anämie, Hämatemesis
  • Symptome: je nach betroffenem Organ
Diagnose Anamnese: Klinik
Apparative Diagnostik: Ösophagogastroduodenoskopie (+ Biopsie), Sonografie, MTZ, CT
Differentialdiagnose
  • B-Zell-Lymphome
  • Infektionen mit Helicobacter pylori
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Behandlung der Ursachen
  • Medikamentöse Therapie: Antibiotika, Chemotherapie, Immuntherapie
  • Operative Therapie: Tumorentfernung, Bestrahlung