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Mandibulo-faziale Dysostose Mikrozephalie Syndrom

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Mandibulo-faziale Dysostose Mikrozephalie Syndrom

MFDM-Syndrom, Mandfibulo-faziale Dysostose Typ Guion-Almeida sind weitere Bezeichnungen für das Mandibulo-faziale Dysostose Mikrozephalie Syndrom. Als Mandibulo-faziale Dysostose Mikrozephalie Syndrom bezeichnet man eine sehr seltene angeborene Erkrankung mit zahlreichen Fehlbildungen. Da die Erkrankung sehr selten ist, gibt hierfür noch keine kausale Therapie. Es können somit nur die Krankheitsmerkmale gemildert werden. Wenn die Anomalien nicht zu sehr ausgeprägt sind, kommt es zu einer normalen Lebenserwartung.


Leitmerkmale: Kleinwuchs, Mikrozephalie, Gaumenspalte, mandibulo-faziale Dysostose, Intelligenzminderung
Definition Das Mandibulo-faziale Dysostose Mikrozephalie Syndrom ist eine sehr selten genetisch bedingte Erkrankung mit Fehlbildungen im Kopfbereich

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • MFDM-Syndrom
  • Mandfibulo-faziale Dysostose Typ Guion-Almeida
Vorkommen
(vor allem bei)
  • Kleinkindesalter
Ursachen
  • Vererbung: autosomal-dominant (Chromosom 17, Genort q21.31, EFTUD2-Gen)
Symptome
  • Gesicht: Oberkieferhypoplasie, breite Nasenwurzel, knollige Nasenspitze, Gesichtsasymmetrie, prominente Glabella, Ohrmuschel-/Ohrgang-/ Mittelohrfehlbildung (Schalleitungsschwerhörigkeit bis Hörverlust) , nach oben oder unten verlaufende  Lidspalten
  • Skelett: Kleinwuchs
  • Gehirn: Mikrozephalie, geistige Behinderung, stark verzögerter Sprach-/ Gehbeginn
  • Verdauungstrakt: Ösophagusatresie, tracheo-ösophageale Fistel
  • Herz: Vorhof-/Ventrikelseptumdefekt, Fallot-Tetralogie, Aortenbogen-Defekte
  • Allgemeinsymptome: Entwicklungsstörung
Diagnose Anamnese: Klinik, Familienanamnese
Labor: Genanalyse
Apparative Diagnostik: Röntgen (Skelett)
Differentialdiagnose
  • CHARGE-Syndrom
  • Diamond-Blackfan-Syndrom
  • Nager-Syndrom
  • Treacher-Collins-Syndrom
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Behandlung der Symptome