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Marine-Lenhart-Syndrom

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Marine-Lenhart-Syndrom

Beim Marine-Lenhart-Syndrom handelt sich um eine Autoimmunerkrankung mit gleichzeitigem Auftreten eines warmen Schilddrüsenknotens mit Autonomie und immunogener Hyperthyreose (Morbus Basedow). Zu einer bereits bestehenden Struma kommt noch ein Morbus Basedow hinzu. Durch eine zu schwache Immunabwehr kommt es zur Bildung von Autoantikörpern am TSH-Rezeptor, der die Follikelepithelzellen der Schilddrüse stimuliert. Es wird mehr Jod aufgenommen und dadurch vermehrt Schilddrüsenhormone produziert und ausgeschüttet (Hyperthyreose).


Leitmerkmale: Struma, Müdigkeit, Schweißausbrüche, Hypertonie
Definition Das Marine-Lenhart-Syndrom ist eine sehr seltene Erkrankung der Schilddrüse verursacht durch einen Morbus Basedow und einer anderen autoimmunbedingten Hyperthyreose mit Schilddrüsenknoten

Ursachen
  • Morbus Basedow und weitere Hyperthyreose
Risikofaktoren
  • Defekt des Immunsystems
  • Rauchen
  • Virusinfektionen
  • Stress
Symptome
  • Hals: Struma
  • Allgemeinsymptome: Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Gereiztheit, Bluthochdruck, Herzflimmern, ungewollte Gewichtsabnahme, Schweißausbrüche, Wärmeintoleranz
  • Symptome des Morbus Basedow: Myxödeme, Muskelschwäche, hervortretende Augäpfel usw.
Diagnose Anamnese: Klinik, Vorerkrankungen
Körperliche Untersuchung: Hals (Struma)
Labor: Antikörper TPO/ TG
Apparative Diagnostik: Sonografie (Hals), Szintigrafie
Therapie
  • Medikamentöse Therapie: Thyreostatika
  • Operative Therapie: Radiojodeinlage, Entfernung