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Markschwammniere

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Markschwammniere

Schwammniere, Morbus Cacchi-Ricci sind weitere Bezeichnungen für die Markschwammniere. Als Markschwammniere bezeichnet man eine Nierenerkrankung, die meist beide Nieren betrifft und sich in vielen kleinen Zysten äußert. Es kommt hierbei zu Erweiterungen des Sammelrohre nahe der Papillenspitze. In diese Erweiterungen lagern sich Calciumphosphat- und Calciumoxalat-Konkremente ein, so dass daraus verkalkte Zysten entstehen. Durch den Rückstau des Urins bekommen die Nieren ein schwammiges Aussehen und vergrößern sich.


Leitmerkmale: viele kleine Zysten im Nierenmark
Definition Bei der Markschwammniere handelt es sich um eine angeborene Fehlbildung der Nieren mit zystischer Erweiterung und Verkalkung der Sammelrohre

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Schwammniere
  • Morbus Cacchi-Ricci
Ursachen
  • unbekannt
  • evtl. Vererbung
Begleitende Erkrankungen
  • Curtius-Syndrom
  • Ehlers-Danlos-Syndrom
  • Beckwith-Wiedemann-Syndrom
Symptome Meist asymptomatisch:
  • Sammelrohre: Zysten (1- 8 mm Durchmesser), Verkalkungen
  • Nieren: Steine mit Koliken, chronische Niereninsuffizienz
  • Harnwege: Infektionen
  • Urin: Pyurie, Hämaturie
Diagnose Anamnese: Klinik
Labor: Urin (Hyperkalzurie, renale Azidose)
Apparative Diagnostik: Sonografie, Röntgen, intravenöse Pyelografie
Differenzialdiagnose
  • Zystennieren
Komplikationen
  • Nierensteine
  • Harnwegsinfektionen
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Behandlung der Symptome, Trinkmenge erhöhen
  • Medikamentöse Therapie: Thiaziddiuretika