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Marshall-Smith-Syndrom

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Marshall-Smith-Syndrom

Als Marshall-Smith-Syndrom bezeichnet man eine sehr seltene Erbkrankheit, die Veränderungen am Gesicht, an den Knochen und am Atemsystem aufweist. Für diese Erkrankung gibt es keine kausale Therapie, deshalb müssen vor allem eine Mangelernährung und aufkommende Atemwegsinfekte vorrangig therapiert werden. Die Prognose der Erkrankung ist sehr schlecht, da viele Erkrankte innerhalb des der ersten Lebensjahre an einer Ateminsuffizienz versterben.


Leitmerkmale: Großwuchs, Gesichtsanomalien, Atemwegsinfektionen
Definition Beim Marshall-Smith- Syndrom handelt es sich um eine seltene Erkrankung mit einer beschleunigten Knochenalterung

Ursachen
  • Vererbung: autosomal-dominant (Chromosom 19, Genlokus p13.13, NFIX-Gen)
Symptome
  • Skelett: Großwuchs
  • Gesicht: prominente Stirn, vorstehende Augen, blaue Skleren, nach vorne gerichtete Nasenlöcher, kleiner Unterkiefer
  • Atmung: Atemwegsinfekte
  • Allgemeinsymptome: Probleme beim Füttern, Gedeihstörungen, Entwicklungsverzögerungen, schwere intellektuelle Behinderung, Verhaltensauffälligkeiten
Diagnose Anamnese: Klinik
Labor: Genanalyse
Apparative Diagnostik: Röntgen (akzeleriertes Knochenalter, kurze Phalangen)
Differentialdiagnose
  • Sotos-Syndrom
  • Weaver-Syndrom
  • Malan-Syndrom
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Behandlung der Symptome