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Marshall-Syndrom

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Marshall-Syndrom

Als Marshall-Syndrom bezeichnet man eine sehr seltene vererbte Krankheit, die vor allem das Bindegewebe befällt. Die Erkrankung ist sehr selten, darum auch sehr wenig erforscht. Somit gibt es keine kausale Therapie, es können nur die Symptome gemildert werden.


Leitmerkmale: Hypoplasie des Mittelgesichts, Schallempfindungsschwerhörigkeit, starke Kurzsichtigkeit
Definition Beim Marshall-Syndrom handelt es sich um eine Erbkrankheit mit Auffälligkeiten am Gesicht, Augen und Ohr

Ursachen
  • Vererbung: autosomal-Dominant (Chromosom 1, Genlokus 21.1, COL11A1-Gen)
Symptome
  • Augen: große Augäpfel, starke Kurzsichtigkeit, Katarakt, Netzhautablösung, Glaukom, Neigung zur Linsenluxation
  • Gelenke: Arthritis, Hyperflexibilität, Schmerzen, Versteifung, Osteoarthritis
  • Gesicht (Mittelgesicht): Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, kleine Kiefer, Brachyzephalie, rundes/plattes Gesicht, dicke Lippen, kurze/nach oben ragende Nase, prominente Überaugenwulst, Hypertelorismus, Epikanthus, verlängerte Philtrum
  • Ohren: Schallempfindungsschwerhörigkeit (v.a. hohe Töne), Otitis
  • Allgemeinsymptome: Minderwuchs, Hypotrichose, Hypohidrose, Zahnanomalien
Diagnose Anamnese: Klinik
Labor: Genanalyse
Apparative Diagnostik: Röntgen (Gelenke: verengte Gelenkspalten; Kopf: dicke Schädelknochen, intrakranielle Verkalkungen)
Differentialdiagnose
  • Sticker-Syndrom
  • Zellweger-Syndrom
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Behandlung der Symptome