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MCAD-Mangel

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MCAD-Mangel

Medium-Chain-Acyl-CoA-Dehydrogenase-Mangel, ACADM-Mangel, Mittelketten-Acyl-CoA-Dehydrogenase-Mangel sind weitere Bezeichnungen für den MCAD-Mangel. Beim MCAD-Mangel handelt es sich um eine vererbte Enzymerkrankung. Es kommt hierbei zu einer Störung des Abbaus von mittelkettigen Fettsäuren. Damit steht Fett als Energiequelle für den Körper nicht mehr zur Verfügung. Ohne Behandlung stellt die Erkrankung eine lebensbedrohliche Situation dar.


Leitmerkmale: Hypoglykämie, Krämpfe, Koma
Definition Als ACAD-Mangel bezeichnet man einen angeborenen Stoffwechseldefekt in der Fettverarbeitung

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Medium-Chain-Acyl-CoA-Dehydrogenase-Mangel
  • ACADM-Mangel
  • Mittelketten-Acyl-CoA-Dehydrogenase-Mangel
Vorkommen
(vor allem)
  • zwischen dem 3. und 24. Lebensmonat
  • Erwachsene
Ursachen
  • Vererbung: autosomal-rezessiv (Chromosom 1, Genort p31, ACADM-Gen)
Auslöser
  • Infektionen
  • Fasten
  • Operationen
  • Starker Stress
  • Alkoholgenuss
Symptome Oft ohne:
  • Nervensystem: Krampfanfälle, Koma
  • Allgemeinsymptome: ausgeprägte Neigung zur Hypoglykämie, Lethargie, Erbrechen, evtl. Hepatomegalie
Diagnose Anamnese: Klinik, Familienanamnese
Körperliche Untersuchung: Tandem-Massenspektrometrie (Acylcarnitinprofil im Plasma)
Labor: Leberwerte, Harnstoff, Ammoniak, Acylcarnitin, Genanalyse
Komplikationen
  • Atemstillstand
  • Herzstillstand
  • neurologische Ausfälle
  • Tod
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Behandlung der Symptome, Vermeiden von Fasten
  • Ernährungstherapie: keine mittelkettigen Triglyzeriden
  • Medikamentöse Therapie: Glukose