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Mediainfarkt

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Mediainfarkt

Arteria-cerebri-media-Infarkt, MCA-Infarkt sind weitere Bezeichnungen für den Mediainfarkt. Beim Mediainfarkt handelt es sich um einen ischämischen Schlaganfall, der im Versorgungsgebiet der Arteria cerebri media auftritt. 50% aller Hirninfarkte sind Mediainfarkte. Es kommt hierbei durch den Untergang von Hirngewebe hinter dem Verschluss zu großen Ausfällen der Motorik und Sensorik, da durch die Arteria cerebri media große Teile der Hirnrinde und der inneren Kapsel (Capsula interna) versorgt werden. Die Krankheitszeichen sind abhängig von der Lokalisation und dem Ausmaß des Infarktes.


Leitmerkmale: Hemiparese, Aphasie, Hemianopsie
Definition Beim Mediainfarkt kommt es zum Verschluss eines Hauptgefäßes des Gehirns, der Arteria cerebri media

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Arteria-cerebri-media-Infarkt
  • MCA-Infarkt
Einteilung
  • unvollständiger Mediainfarkt: die Arteria cerebri media ist noch leicht durchgängig
  • vollständiger Mediainfarkt: die Arteria cerebri media ist nicht mehr durchgängig
  • maligner Mediainfarkt: es kommt zum Verschluss auch noch eine Hirndrucksteigerung hinzu
Ursachen
  • Embolie mit Verschluss der Arteria cerebri media
Risikofaktoren
  • Diabetes mellitus
  • Arteriosklerose
  • arterielle Hypertonie
  • Vorhofflimmern
Symptome
  • Gesicht: halbseitiger Ausfall
  • Gehirn: Hemiparese, Hemihypästhesie
  • Allgemeinsymptome: Aphasie (bei betroffener dominanter Hirnseite), Neglect (bei betroffener nicht-dominanter Hirnseite)
Diagnose Anamnese: Klinik
Apparative Diagnostik: kraniales CT
Komplikationen
  • intrakranielle Drucksteigerung
Therapie
  • Operative Therapie: Lyse