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Medikamentenunverträglichkeit

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Medikamentenunverträglichkeit

Bei der Medikamentenunverträglichkeit kommt es zu Reaktionen des Körpers auf Wirkstoffe oder Hilfsstoffe eines Arzneimittels. Meistens sind es die Konservierungsmittel die Symptome bei der Einnahme auslösen. Wenn dann ein bestimmter Schwellenwert überschritten wird, kommt es zur Medikamentenallergie. Die Beschwerden auf ein Arzneimittel treten hierbei nicht sofort auf, sondern es dauert oft Monate oder manchmal auch Jahre bis es zu Beschwerden kommt.


Leitmerkmale:Hautauschlag, Ödeme, Juckreiz, Haarausfall bedingt durch die Einnahme von Medikamenten
Definition Bei der Medikamentenunverträglichkeit kommt es zu Reaktionen des Körpers nach der Einnahme eines bestimmten Medikaments

Pathogenese Durch die Einnahme eines bestimmten Medikaments kommt es zur Überreaktion der Immunsystems mit Antigenbildung

Ursachen
  • überschießende Abwehrreaktion des Immunsystems auf bestimmt Wirkstoffe/ Hilfsstoffe eines Arzneimittels
Risikofaktoren
  • bei jedem Medikament möglich
  • v.a. bei: Penicillin, Sulfonamide, Aspirin, NSAR, Antidiabetika, Antihypertonika, Röntgenkontrastmittel, Immunglobuline, lokale Betäubungsmittel, Korbblütler
Symptome
  • Haut: Ausschläge (meist an Arme/Füße beginnend, klein- bis großfleckig, meist nach wenigen -24 Std. nach einer Medikamenteneinnahme), Juckreiz, evtl. Quaddel
  • Atemsystem: Dyspnoe, Niesattacken, Nasenlaufen, verstopfte Nase, Husten
  • Gefäße: Kreislaufkollaps
  • Verdauungstrakt: Blähungen, Durchfall, Erbrechen, Koliken
  • Allgemeinsymptome: Fieber, Abbau der Erythrozyten, Schwächegefühl
Diagnose Anamnese: Klinik, Medikamenteneinnahme
Labor: IgE-Antikörper, Leukozyten
Apparative Diagnostik: Hauttests
Differentialdiagnose
  • Masern
  • Röteln
Komplikationen
  • anaphylaktischer Schock
  • Asthma bronchiale
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: auslösendes Medikament absetzen, Allergiepass
  • Naturheilkundliche Therapie: Akupunktur, Homöopathie, Phytotherapie
  • Medikamentöse Therapie: Antihistaminikum, Glucokortikoide