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Membranöse Glomerulonephritis

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Membranöse Glomerulonephritis

Membranöse Nephropathie, membranöse Glomerulopathie sind weitere Bezeichnungen für die membranöse Glomerulonephritis. Als membranöse Glomerulonephritis bezeichnet man eine chronische Entzündung der Nierenkörperchen. Es kommt hierbei zu Ablagerungen von Immunkomplexen an er Außenseite der glomerulären Basalmembran. Dadurch kommt mittels Aktivierung des Komplimentsystems zu einer entzündlichen Reaktion. Die Ablagerungen werden durch Wucherungen der Basalmembran eingeschlossen. Der Verlauf der Erkrankung ist sehr variabel: ein Drittel der Fälle heilt aus, ein Drittel bleibt im Verlauf stabil, ein Drittel führt zu chronischen Nierenversagen.


Leitmerkmale: Proteinurie, Hypoalbuminämie, Hyperlipidämie
Definition Unter einer membranösen Glomerulonephritis versteht man eine chronische Entzündung der Nierenkörperchen

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Membranöse Nephropathie
  • Membranöse Glomerulopathie
Vorkommen
(vor allem bei)
  • Männer: 50 – 60 Jahre
Ursachen
  • unbekannt
  • evtl. Antikörper gegen Proteine der Podozyten
Risikofaktoren
  • nephrotisches Syndrom
  • Infektionskrankheiten: Hepatitis B/ C, Syphilis, HIV, Malaria
  • Autoimmunerkrankungen: Lupus erythematodes, Sarkoidose, Ig24-assoziierte Nierenerkrankung
  • Tumoren: Malignome
  • Medikamente: Gold, Penicillamin, nichtsteroidale Antirheumatika
Symptome
  • nephrotisches Syndrom:
    • Allgemeinsymptome: Leistungsstörungen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Apathie, Depression, Infektanfälligkeit (=> Mangel an Immunglobulinen durch Eiweißmangel: Hautinfekte, Pneumonien), Hypertonie
    • Ödeme: massiv, zuerst Augenlider, Gesicht (v.a. morgens), Unterschenkel (Sprunggelenke), später am ganzen Körper, Aszites, Pleuraerguss, Lungenödem
    • Thrombose-/Blutungsneigung (durch Verlust von Vitamin C, Gerinnungsfaktoren): arterielle Verschlüsse, Embolien
    • Harn: schäumend, Hämaturie, Oligo-/Anurie
    • evtl. Flankenschmerzen
  • dazu: Mikrohämaturie, Hypertonie
Diagnose Anamnese: Klinik
Labor: Kreatinin erhöht, Albumin erniedrigt, Cholesterin erhöht; Urin: Eiweiß, Mikrohämaturie, Phospolipase-A2-Rezeptor-Antikörper
Apparative Diagnostik: Nierenbiopsie
Komplikationen
  • chronisches Nierenversagen
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Behandlung der Grunderkrankung und Krankheitszeichen
  • Ernährungstherapie: wenig Natrium/ Eiweiß
  • Medikamentöse Therapie: Immunsuppressiva