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MERS-CoV

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MERS-CoV

Middle East Respiratory Coronavirus ist eine weitere Bezeichnung für das MERS-CoV. Das MERs-CoV gehört zu den Coronaviren.  Es handelt sich dabei um eine lebendsbedrohliche Virusinfektion, die grippeähnliche Symptome verursacht. Das Virus befällt vor allem Bronchialepithelzellen, die keine Zilien tragen und hemmt die Interferon-Produktion. Bei gesunden Patienten verläuft die Erkrankung meist ohne große Krankheitszeichen, bei schweren Verläufen kann es zum Tod kommen.


Leitmerkmale:  grippeähnliche Symptome
Definition Die MERS-CoV ist eine Infektion der Atemwege, die durch ein Coronavirus verursacht wird

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Middle East Respiratory Coronavirus
Erreger
  • MERS-Co- Virus: Betacoronavirus
Ausbreitung
  • arabische Halbinsel (Saudi-Arabien: Reservoir: Kamele)
Ansteckung
  • Tröpfcheninfektion
  • Schmierinfektion
  • Mensch zu Mensch
Risikofaktoren
  • Alter
  • Immunschwäche
  • Patienten mit Vorerkrankungen
Inkubationszeit 2 Wochen

Symptome Bei gesunden Patienten meist asymptomatisch:
  • uncharakteristische Allgemeinsymptome: starkes Krankheitsgefühl, Kopf-/ Glieder-/ Rückenschmerzen, Brennen im Rachen, trockener Husten, Heiserkeit, spärliches, zähes Sputum, Schnupfen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit
  • plötzlicher Beginn mit Frösteln (bis Schüttelfrost) und hohem Fieber (über 40 Grad Celsius), relative Bradykardie, ausgeprägtes Krankheitsbild
  • bei Übergriff auf dem Darm: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
  • bei älteren Patienten: Kreislaufschwäche
Diagnose Anamnese: Klinik
Labor: Antikörpernachweis, PCR-Test
Apparative Diagnostik: Bronchoskopie mit Lavage
Differentialdiagnose
  • SARS
  • Sars-CoV-2
Komplikationen
  • Pneumonie
  • ARDS
  • Niereninsuffizienz bis Nierenversagen
  • Tod
Immunität/Prophylaxe
  • keine Impfung möglich
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Behandlung der Symptome
Meldepflicht
  • Namentliche Meldung (§ 7/8 IfSG) des Erregernachweises