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Methylmalonazidurie mit Homocystinurie Typ cblC

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Methylmalonazidurie mit Homocystinurie Typ cblC

Cobalamin-C-Defekt, Cbl-C-Defekt sind weitere Bezeichnungen für die Methylmalonazidurie mit Homocystinurie Typ cblC. Die Methylmalonazidurie mit Homocystinurie Typ cblC ist eine sehr seltene angeborene Erkrankung mit einem gestörten Stoffwechsel des Vitamin B12 (Cobalamin). Es kommt dadurch zu einer Anhäufung an Methylmalonsäure und Homocystein, da die Umwandlung von Cobalamin in die metabolisch aktiven Formen Methylcobalamin und Adenosylcobalamin gestört ist.


Leitmerkmale: verzögerte Entwicklung, Gedeihstörung, Lethargie, Anämie, Krämpfe
Definition Bei der Methylmalonazidurie mit Homocystinurie Typ cblC handelt es sich um eine seltene Form der Methylmalonazidurie

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Cobalamin-C-Defekt
  • Cbl-C-Defekt
Ursachen
  • Vererbung: autosomal-rezessiv (Chromosom 1, Genlokus p36.3, MMACHC-Gen)
Symptome
  • Allgemeinsymptome: Entwicklungsverzögerung, Lethargie, Krämpfe, megaloblastäre Anämie, geistige Behinderung
  • im Erwachsenenalter: Demenz, Psychose, Ataxie
  • Organsymptome: Mikrozephalie, Nystagmus, Hydrozephalus, Niereninsuffizienz, HUS-Syndrom, Kardiomyopathie, Lebererkrankungen, Retinopathie
Diagnose Anamnese: Klinik, Familienanamnese
Labor: Genanalyse, Homocystein erhöht (auch im Urin), Vitamin B12 normal
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Behandlung der Symptome
  • Medikamentöse Therapie: Hydroxycobalamin (i.m), Betain, Folsäure