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Mikrodeletionssyndrom 22q11

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Mikrodeletionssyndrom 22q11

Beim Mikrodeletionssyndrom 22q11 handelt es sich um eine seltene Erkrankung mit genetischen Veränderungen am langen Arm des Chromosoms 22. Die meisten davon Betroffen versterben im frühen Kindesalter. Darunter fallen auch Erkrankungen wie das DiGeorge-Syndrom und das Shprintzen-Syndrom. Die unten eschrieben Krankheitszeichen müssen nicht alle gemeinsam auftreten und können auch von Fall zu Fall sehr unterschiedlich stark vorhanden sein.


Leitmerkmale: Herzfehler, Immunschwäche, verzögerte Entwicklung, Gaumen-/ Gesichtsveränderungen
Definition Als Mikrodeletionssyndrom 22q11 bezeichnet man eine vererbte Fehlbildungserkrankung mit zahlreichen Krankheitszeichen

Ursachen
  • Vererbung: autosomal dominant (Chromosom 22, Genort q11)
Symptome
  • Herz: Herzfehler (Ventrikelseptumdefekt, Fallot-Tetralogie, Truncus arteriosus communis)
  • Gefäße: Fehlbildungen des Aortenbogens
  • Mund: Gaumenspalte, Gaumensegelschwäche
  • Thymus: Hypoplasie (schwere Infektionen9
  • Gesicht: Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte, Mikrogenie, Mikrognathie, breite Nasenwurzel, langer Nasenrücken, breite Nasenspitze, Hypertelorismus, Strabismus, kurzes Philtrum, Ohrmuscheldysplasie
  • Nebenschilddrüsen: Nichtanlage (Hypoparathyreoidismus)
  • Nieren: Dysplasien, Agenesie, Fehlbildung der ableitenden Harnwege
  • Muskeln: Krämpfe, Krampfanfälle, verringerter Muskeltonus
  • Allgemeinsymptome: Infektneigung, Entwicklungsstörungen, Intelligenzminderung, Verhaltensauffälligkeiten, Depressionen, Schizophrenie
Diagnose Anamnese: Klinik, Vorerkrankungen, Familienanamnese
Labor: Genanalyse
Apparative Diagnostik: Echokardiografie
Differentialdiagnose
  • Alagille-Syndrom
  • Shprintzen-Goldberg-Syndrom
  • Marfan-Syndrom
  • Kraniosynostose-Syndrom
  • Floating-Harbor-Syndrom
  • Smith-Lemi-Opitz-Syndrom
  • VACTERL-Assoziation
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Behandlung der Symptome