Krankheiten
Millard-Gubler-Syndrom

 Zurück zur alphabetischen Auswahl

Millard-Gubler-Syndrom

Raymond-Foville-Syndrom, Abduzens-Fazialis-Syndrom, Syndrom des kaudalen Brückenfußes, Gubler-Lähmung sind weitere Bezeichnungen für das Millard-Gubler-Syndrom. Beim Millard-Gubler-Syndrom handelt es sich um eine Schädigung des Hirnstamms. Da die Arteria vertebralis verstopft ist kommt es zur Schädigung des Nucleus nervi facialis, des Nervus abducens und der Pyramidenbahn. Durch die gekreuzte Lähmungssymptomatik sind auf der einen Seite der Hirnschädigung die Gesichtsnerven (Fazialisparese) und die Rückenmarksnerven (Abduzensparese) betroffen. Auf der anderen Seite kommt es zu einer Schädigung der Pyramidenbahn und dadurch zu einer spastischen Halbseitenlähmung.


Leitmerkmale: gekreuzte Lähmungssymptomatik
Definition Als Millard-Gubler-Syndrom bezeichnet man Schädigung der kaudalen Anteile der Brücke im Kleinhirn

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme
  • Raymond-Foville-Syndrom
  • Abduzens-Fazialis-Syndrom
  • Syndrom des kaudalen Brückenfußes
  • Gubler-Lähmung
Ursachen
  • Durchblutungsstörung: kaudaler Teil der Pons
Risikofaktoren
  • Apoplex
  • Tumore
  • bakterielle/autoimmunologische Entzündungen
  • mechanische Schädigungen nach Unfällen
Symptome
  • ipsilateral: Abduzensparese, periphere Fazialisparese
  • kontralateral: Hemiparese mit Spastik
Diagnose Anamnese: Klinik
Apparative Diagnostik: MRT (Kopf), Liquoruntersuchung (Bakterien)
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Behandlung der Vorerkrankungen/Risikofaktoren und Symptome