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Minimal-Change-Glomerulonephritis

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Minimal-Change-Glomerulonephritis

Lipoidnephrose, glomeruläre Minimalläsionen sind weitere Bezeichnungen für die Minimal-Change-Glomerulonephritis. Als Minimal-Change-Glomerulonephritis bezeichnet man eine Form der Glomerulonephritis, die vor allem bei Kleinkindern auftritt. Durch Schädigung der Podozyten kommt es zu einer vermehrten Durchlässigkeit der Blut-Harn-Schranke. Es kommt somit, durch eine vermehrte Filtration von Lipoproteinen, zu fettigen Ablagerungen an den proximalen Anteilen des Tubulussystems der Nieren. Diese Erkrankung ist die häufigste Ursache für ein nephrotisches Syndrom bei Kindern.


Leitmerkmale:  Ödeme, schäumender Urin
Definition Bei der Minimal-Change-Glomerulonephritis handelt es sich um eine Entzündung der Nierenkörperchen

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Lipoidnephrose
  • Glomeruläre Minimalläsionen
Vorkommen
(vor allem bei)
  • Kleinkinder
Ursachen
  • unbekannt
  • Medikamente: nichtsteroidale Antiphlogistika, Ampicillin, Interferon, Lithium usw.
  • Krebs: Morbus Hodgkin, Non-Hodgkin-Lymphom, Leukämien, Thymom, Pankreas-/Nieren-/Duodenalkarzinom
  • Erkrankungen: Lupus erythematodes, IgA-Nephritis, Infektionen, allergische Reaktionen
Symptome
  • Nieren: Funktion normal bis gering eingeschränkt, Proteinurie
  • Urin: schäumend
  • Allgemeinsymptome: Krankheitszeichen des nephrotischen Syndroms, Ödeme
Diagnose Anamnese: Klinik
Labor: Proteine, Cholesterin, glomeruläre Filtrationsrate, Urinstatus (Protein, Blut)
Apparative Diagnostik: Sonografie (- Biopsie)
Differentialdiagnose
  • Nephrotisches Syndrom
Komplikationen
  • terminale Niereninsuffizienz
  • Sepsis
Therapie
  • Medikamentöse Therapie: Glukokortikoide, Zytostatika , Diuretika