Krankheiten
Misophonie

 Zurück zur alphabetischen Auswahl

Misophonie

Bei der Misophonie handelt es sich um eine verminderte Geräuschtoleranz gegenüber bestimmten Geräuschen (Schmatzen, Kuss, lautes Atmen, Klicken usw.). Es kommt hierbei zu negativen Reaktionen auf bestimmte Geräusche, die Lautstärke spielt dazu keine Rolle. Der davon Betroffene wird unbewusst in eine schlechte Situation hineinversetzt. Meist sind es Geräusche, die viele Menschen als störend empfinden, die Betroffene halten diese aber nicht aus.


Leitmerkmale:  Überreaktion nach Hören von speziellen Geräuschen
Definition Als Misophonie bezeichnet man ein Symptom, bei dem es zu für den Betroffenen unangenehmen Geräuschen kommt

Geräusche
  • Küssen
  • Reibegeräusche
  • Schluckgeräusche
  • Essgeräusche: Kauen, Schmatzen, Schlürfen
  • wiederholtes Klicken
  • lautes Atmen
  • Niesen
  • Räuspern
  • Nase hochzeihen
Ursachen
  • unbekannt
  • evtl. Verbindung von bestimmten Geräuschen mit negativen/traumatischen Ereignissen
Symptome Beim Hören von bestimmten Tönen:
  • Allgemeinsymptome: Ärger, Wut, Frustration, Sorge, Angst
  • konative Reaktionen: Unwohlsein, Konzentrationsverlust, Schmerzen, Stress, Tachykardie, Schweißausbrüche, Muskelverspannungen, Nervosität
Diagnose Anamnese: Klinik, Alltag, welche Geräusche
Differentialdiagnose
  • Hyperakusis
  • Phonophobie
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Verhaltenstherapie, Entspannungstherapie