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MNGIE-Syndrom

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MNGIE-Syndrom

Mitochondriale neurogastrointestinale Enzephalomyopathie ist eine weiter Bezeichnung für das MNGIE-Syndrom. Als MNGIE-Syndrom bezeichnet man eine angeborene Erkrankung mit mitochondrialen DNA-Veränderungen. Betroffen von den Fehlfunktionen sind vor allem der Verdauungstrakt und das periphere Nervensystem. Es kommt hierbei zu gastro-intestinalen Motilitätsstörungen, peripherer Neuropathie, fortschreitender Ophthalmoplegie und Leukoenzephalopathie. Durch die andauernden Verdauungsproblemen und Darminfektionen ist eine parenterale Ernährung notwendig.


Leitmerkmale: periphere Neuropathie, Darmkrämpfe
Definition Beim MNGIE-Syndrom handelt es sich um seltene Erkrankung, die vor allem den Verdauungstrakt und das periphere Nervensystem betrifft

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Mitochondriale neurogastrointestinale Enzephalomyopathie
Vorkommen
(vor allem bei)
  • vor dem 20. Lebensjahr
MNGIE
  • Mitochondriale
  • Neuro-
  • Gastro-
  • Intestinale
  • Enzephalopathie
Ursachen
  • Vererbung: autosomal-rezessiv (Chromosom 22, Genort q13.33, TYMP-Gen)
Symptome
  • Verdauungstrakt: abnorme Darmmotilität (Erbrechen, Krämpfe, Durchfall, Dysphargie), fortschreitende Pseudoobstruktion
  • peripheres Nervensystem: sensorisch-motorische Neuropathie, Ophthalmoplegia progressiva externa
  • Allgemeinsymptome: Kleinwuchs, Gewichtsverlust bis Kachexie, Schwerhörigkeit, Retinopathia pigmentosa, Kleinhirnsymptome
Diagnose Anamnese: Klinik, Familienanamnese
Labor: Genanalyse, Muskelbiopsie
Apparative Diagnostik: MRT, CT (Leukodystrophie)
Differentialdiagnose
  • MELAS-Syndrom
  • MERRF-Syndrom
Komplikationen
  • Alzheimer Demenz
  • Morbus Huntington
  • hereditäre Dystonie
  • myotrophische Lateralsklerose
  • spinale Muskelatrophie
  • Zellweger-Syndrom
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Behandlung der Symptome