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Monilethrix

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Monilethrix

Monilitrihie, Spingelhaare, Monilethrix-Syndrom, Sabourand-Syndrom, Moniletrichose sind weitere Bezeichnungen für die Monilethrix. Die Monilethrix ist eine seltene erblich bedingte Hauterkrankung. Es kommt hierbei zu einer Wachstumsstörung der Haare mit wiederkehrenden knotigen Auftreibungen der Haarschäfte. Das Netzwerk der Keratinfilamente in den Haarkortexzellen wird dabei gestört und es kommt somit zu einer erhöhten Zerbrechlichkeit der Haare.


Leitmerkmale:  dünne, brüchige, perlschnurartig verdickte Haare beim Säugling
Definition Bei der Monilethrix handelt es sich um eine seltene angeborene Hauterkrankung mit unregelmäßiger, brüchiger Hautstruktur bei Säuglingen

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Monilitrihie
  • Spingelhaare
  • Monilethrix-Syndrom
  • Sabourand-Syndro
  • Moniletrichose
Vorkommen
(vor allem)
  • ab dem 2. Lebensmonat
Ursachen
  • Vererbung: autosomal-rezessiv (Chromosom 12, Genlokus q13, KRT81-/ KRT83-/ KRT86-Gen), selten autosomal-rezessiv (Chromosom 18, Genlokus q12, DSG4-Gen)
Symptome
  • Haare: perlschnurartig verdickt, stark brüchig (wachsen nur einige Millimeter), stumpf, dünnen Anteile pigmentlos, verdickten Anteile pigmentiert
  • Lokalisation: Kopfhaare, selten Augenbrauen/ Wimpern/Schamhaare
  • evtl. erhöhte Brüchigkeit der Nagelplatte, Verhornungsstörungen
Diagnose Anamnese: Klinik, Familienanamnese
Körperliche Untersuchung: Haare (lichtmikroskopisch)
Labor: Chromosomenanalyse, Genanalyse
Differentialdiagnose
  • Keratosis follicularis
  • Pili torti
  • Pseudomonilethrix
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Behandlung der Symptome, Kämmen/Bürsten vermeiden
  • Medikamentöse Therapie: Vitamin-A-Säure, Zinksulfat