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Monoklonale Gammopathie

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Monoklonale Gammopathie

Die monoklonale Gammopathie ist eine Erkrankung des Blutes mit vermehrten Immunglobulinen oder Fragmenten von Immunglobulinen im Blut. Unter dem Begriff werden verschiedene Erkrankungen zusammengefasst. Im Blut finden sich bei allen vermehrt Plasmazellen, Immunglobuline und deren Fragmente (freie Leichtketten, Schwerketten).


Leitmerkmale: je nach Erkrankung verschieden
Definition Bei der monoklonalen Gammopathie handelt es sich um einen Sammelbegriff mit einer Vermehrung der Plasmazellen und einer vermehrten Produktion von Immunglobulinen

Ursachen
  • unklar
  • evtl. Mutationen verschiedener Gene
  • evtl. radioaktive Strahlung, entzündliche Prozesse, Infektionen, Pestizide
Risikofaktoren
  • Non-Hodgkin-Lymphome: Morbus Waldenström, multiples Myelom, POEMS-Syndrom, Smouldering Myelom
  • Erkrankungen: AL-Amyloidose, Autoimmunerkrankungen (Kälteagglutininkrankheit, rheumatoide Arthritis, Myasthenie gravis, perniziöse Anämie), chronisch lymphatische Leukämie, chronische Cholezystitis, HIV-Infektion, Hyper-IgD-Syndrom, Kyroglobulinämie, Leberzirrhose, Morbus Gaucher, nekrobiotisches Xanthogranulom, Osteomyelitis, Parasitosen, Pyoderma gangraenosum, Sarkoidose, Schnitzler-Syndrom, Skleromyxödem, Sweet-Syndrom
Symptome Meist ohne Symptome:
  • Allgemeinsymptome: je nach Erkrankung
Diagnose Anamnese: Klinik, Vorerkrankungen
Körperliche Untersuchung: Neurologie
Labor: Differentialblutbild, BSG beschleunigt, Gesamteiweiß erhöht, Calcium erhöht, CRP, Transaminasen, alkalische Phosphatase, LDH, Kreatinin, Harnstoff, Harnsäure, Urinstatus, Immunelektrophorese
Apparative Diagnostik: CT, MRT, Knochenpunktion
Komplikationen
  • Anämie
  • Niereninsuffizienz
  • Hyperkalzämie
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Behandlung der Grunderkrankung