Krankheiten
Morning-Glory-Syndrom

 Zurück zur alphabetischen Auswahl

Morning-Glory-Syndrom

Morning-Glory-Papille, Morning-Glory-Anomalie, ektatisches Kolobom sind weitere Bezeichnungen für das Morning-Glory-Syndrom. Beim Morning-Glory-Syndrom handelt es sich um eine sehr seltene angeborene Anomalie des Augenhintergrundes. Es kommt hierbei zu einer einseitigen radspeichenartigen Ausdehnung der Blutgefäße der Netzhaut des Auges. Die Sehnervpapille ist dabei deutlich vergrößert.


Leitmerkmale: Viruseinschränkungen, Schielen
Definition Als Morning-Glory-Syndrom bezeichnet man eine einseitige angeborene Anomalie des Sehnerveneintritts in den Augapfel

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Morning-Glory-Papill
  • Morning-Glory-Anomalie
  • Ektatisches Kolobom
Vorkommen
(vor allem bei)
  • Frauen
Ursachen
  • unklar
  • evtl. Fehlbildung der hinteren Lederhaut und der Lamina cribrosa
Symptome
  • Sehen: Visuseinschränkungen, Schielen
  • Augen: Sehnervenpapille (stark vergrößert, trichterförmig, rötlich, in der Mitte weißlich, breiter grauer Pigmentsaum), Nystagmus, Katarakt, Glaukom, Aniridie, Mikrophthalmie, Lidhämatom, periphere Nichtperfusion der Netzhaut
  • Gesicht: Hypertelorismus, Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, dysplastische Ohren
  • Zentrales Nervensystem: Enzephalozele, Corpus-Callosum-Agenesie, zerebrale Mittellinienlipome
  • Nieren: Hypoplasie, chronische Glomerulonephritis, Hydronephrose
  • Begleitanomalien: Herz
Diagnose Anamnese: Klinik
Körperliche Untersuchung: Sehtest
Apparative Diagnostik: Ophthalmoskopie
Differentialdiagnose
  • Amblyopie
  • Sehnervenkolobom
  • Staphylom
Komplikationen
  • Netzhautablösung
  • relativer afferenter Pupillendefekt
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Behandlung der Symptome