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Morphea

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Morphea

Zirkumskripte Sklerodermie, Sclerodermia circumscripta sind weitere Bezeichnungen für die Morphea. Als Morphea bezeichnet man eine Erkrankung des Hautbindegewebes. Es handelt sich dabei um eine lokalisierte Form der Sklerodermie, die sich auf die Haut und die hautnahen Strukturen beschränkt. Es kommt zu keinem Befall von Organen. Bei der Erkrankung kommt es aus bisher noch nicht nachgewiesenen Ursachen zu Entzündungen von Hautstellen. Die dort befindlichen Bindegewebszellen bilden vermehrt Kollagenfasern und lagern diese an den Entzündungsstellen ab. Die Haut verhärtet und wird dicker. Die Erkrankung bildet sich meist nach zwei bis fünf Jahren von alleine zurück.


Leitmerkmale:  Verhärtung/Verdickung der Haut
Definition Bei der Morphea handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung der Haut, infolge deren es zu Verhärtungen einiger Hautbereiche kommt

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Zirkumskripte Sklerodermie
  • Sclerodermia circumscripta
Vorkommen
(vor allem bei)
  • Frauen: Kinder, Erwachsene
Einteilung
  • limitierte Form (Plaque-Form, Morphea):
    • Symptome: zuerst rote Flecken von rund einem Zentimeter Durchmesser, dann Verhärtung und Weißfärbung, evtl. mit lilafarbenem Ring
    • Lokalisation: Rumpf
  • lineare Form:
    • Symptome: bandförmige Verhärtungen, später hellbraune bis schwarze Flecken, evtl. Bewegungseinschränkung der Gelenke
    • Vorkommen: befällt das subkutane Bindegewebe, die angrenzende Muskulatur und Gelenke
    • Lokalisation: Gesicht, Extremitäten
  • generalisierte Form:
    • Definition: Flecken an mindestens drei verschiedenen Hautstellen
    • Symptome: multipler kleiner Herde mit rötlichen Gewebsverhärtungen, später Vergrößerung der Areale
    • Lokalisation: Oberschenkel, Rumpf, lumbosakral
  • tiefe Form:
    • Symptome: tiefreichende Verhärtungen bis Einrisse ins Bindegewebe
    • Lokalisation: Extremitäten
Ursachen
  • unbekannt
  • evtl.: Fehregulation des Immunsystems
Symptome
  • Haut: Beginn mit rötlich-violetten Hautveränderungen, dann Hautverhärtungen (Schwellungen), dann Gewebeschwund (porzellanartig/weißlich), Juckreiz, Haut trocken/rissig, Spannungsgefühl, Narben, Sensibilitätsstörungen, Kontrakturen mit Bewegungseinschränkungen, Verlust der Hauptbehaarung
Diagnose Anamnese: Klinik
Labor: Blutbild, Nierenwerte
lineare Form: Antinukleare Antikörper, Eosinophilie
generalisierte Form: Anti-Histon-Antikörper
Apparative Diagnostik: Sonografie
Differentialdiagnose
  • systemische Sklerodermie
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Physiotherapie, Phototherapie
  • Medikamentöse Therapie: Glukokortikoide