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Morvan-Syndrom

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Morvan-Syndrom

Fibrilläre Chorea Morvan, Syndrom der limbischen Enzephalitis mit Neuromyotonie, hyperhoídrose und Polyneuropathie sind weitere Bezeichnungen für das Morvan-Syndrom. Als Morvan-Syndrom bezeichnet man eine Krankheit des zentralen Nervensystems. Bei dieser Erkrankung kommt es zu verschiedenen Beschwerden, deren Ursache noch nicht erforscht ist. Da es hierbei zu einer schweren Schlaflosigkeit mit Überstimulation von Nerven und Schädigung von Gehirnfunktionen kommt, ist die Erkrankung lebensbedrohlich.


Leitmerkmale: schwere Schlaflosigkeit, Halluzinationen, Hyperhidrose, Krämpfe
Definition Beim Morvan-Syndrom handelt es sich um eine seltene aber lebensbedrohliche neurologische Erkrankung

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Fibrilläre Chorea Morvan
  • Syndrom der limbischen Enzephalitis mit Neuromyotonie, hyperhoídrose und Polyneuropathie
Ursachen
  • unbekannt
  • evtl. autoimmun (Autoantikörper gegen spannungsabhängige Kaliumkanäle), durch Tumorerkrankung (Thymom), Vergiftungen mit Gold/Quecksilber/ Mangan
Symptome
  • Muskeln: unwillkürliche Muskelkontraktionen, tonische Spasmen, Zittern
  • Neurologie: epileptische Anfälle, Schlaflosigkeit lebhafte Halluzinationen, Verwirrtheit, Stupor, Persönlichkeitsveränderungen, kognitive Defekte
  • Allgemeinsymptome: Blutdruckschwankungen, Fieber, Juckreiz, Gedächtnisstörungen, Hyperhidrose, Gewichtsverlust
Diagnose Anamnese: Klinik
Labor: Natrium erniedrigt, Antikörper
Apparative Diagnostik: MRT (Anomalien am Hippocampus), EEG, Elektromyografie
Differentialdiagnose
  • limbische Enzephalitis
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Behandlung der Symptome
  • Medikamentöse Therapie: Glucokortikoide
  • Operative Therapie: Thymektomie, Plasmapherese