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Motoneuron-Erkrankung Madras

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Motoneuron-Erkrankung Madras (MMND)

Die Motoneuron-Erkrankung Madras ist eine Erkrankung der Motorneuronen. Es treten hierbei eine Schwäche und Atrophie der Gliedmaßen im Jugendalter auf. Da es keine kausale Therapie gibt können nur die Krankheitszeichen behandelt werden. Es kommt, je weiter die Lebenszeit voranschreitet, zu immer mehr neurologischen Ausfällen, so dass die durchschnittliche Lebenserwartung bei 30 Jahren sich befindet.


Leitmerkmale: schwache, atrophische Gliedmaßen, multiple Paresen, hagere Figur, Schallempfindungsschwerhörigkeit 
Definition Bei der Motoneuron-Erkrankung Madras handelt es sich um eine sehr seltene Erkrankung der Motoneuronen

Vorkommen
(vor allem bei)
  • Jugendliche: Südindien
Ursachen
  • unbekannt
  • evtl. Veränderungen an der mitochondrialen DANN, Vererbung
Symptome
  • Skelett: hagere Figur, Atrophie der Muskulatur der distalen Anteile der Gliedmaßen
  • Hirnnerven: VII, X, IX, XII (Nervus facialis/ glossopharyngeus/ vagus/ hypoglossus) betroffen, Störungen der Gesichts-(Mimik)/ Schluckmuskulatur (Kauen/ Schlucken/ Sprechen)
  • Allgemeinsymptome: Schwerhörigkeit
Diagnose Anamnese: Klinik
Körperliche Untersuchung: Körper, Hirnnerven, Hörtest
Apparative Diagnostik: Elektromyografie, MRT (Atrophie von Hirnarealen)
Differentialdiagnose
  • amyotrophe Lateralsklerose
  • Brown-Vialetto-van-Laere-Syndrom
  • progressive Muskelatrophie
  • Post-Polio-Syndrom
  • spinale Muskelatrophie
  • spinozerebrelläre Ataxien
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Behandlung der Symptome