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Moyamoya-Erkrankung

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Moyamoya-Erkrankung

Nishimoto-Syndrom ist eine weitere Bezeichnung für die Moyamoya-Erkrankung. Die Moyamoya-Erkrankung ist eine Erkrankung der Gefäße es Gehirns mit langsamem Verschluss der davon betroffenen Blutgefäße. Meist ist die Arteria carotis interna und die Arteria cerebri media davon betroffen. Es bilden sich dadurch viele kleine Kollateralgefäße an den Stellen der Stenosen aus, die die Minderversorgung des Gehirns mit Sauerstoff und Nährstoffen verhindern wollen. Diese Ersatzgefäße sind aber nicht so stabil, wie die normalen Gefäße und können darum leichter rupturierten. Die Symptome können durch eine verstärkte Atmung ausgelöst werden. Wichtig bei der Behandlung ist es die verstopften Gefäße so schnell wie möglich wieder zu öffnen.


Leitmerkmale: plötzliche/fortschreitende Kopfschmerzen, zerebrale Krampfanfälle
Definition Bei der Moyamoya-Erkrankung handelt es sich um eine Erkrankung der Gehirngefäße, die hierbei verengen oder sich verschließen

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Nishimoto-Syndrom
Vorkommen
(vor allem in)
  • Japan/ Korea
    • Kinder: zwischen 5. und 9. Lebensjahr
    • Erwachsene: zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr
Einteilung
  • Moyamoya-Erkrankung: ohne erkennbare Ursache
  • Moyamoya-Syndrom: in Kombination mit verschiedenen Erkrankungen (Arteriosklerose, Down-Syndrom, Neurofibromatose Typ I, Sichelzellanämie, Marfan-Syndrom, fibromuskuläre Dysplasie) oder Radiotherapie
Ursachen
  • unbekannt
  • evtl.: Vererbung
Symptome
  • Gehirn: Schwindel, zerebrale Krampfanfälle, Hemiplegie
  • Allgemeinsymptome: Kopfschmerzen, Sprachstörungen, Übelkeit, Bewegungsstörungen
Diagnose Anamnese: Klinik, Vorerkrankungen
Apparative Diagnostik: Angiografie, CT, MRT (Efeu-Zeichen), MRA, SPECT, EEG, PET
Komplikationen
  • Hirninfarkte
  • Gehirnblutungen
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Behandlung der Symptome
  • Medikamentöse Therapie: ASS
  • Operative Therapie: Bypass