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Münchhausen-by-proxy-Syndrom

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Münchhausen-by-proxy-Syndrom

Münchhausen-Stellvertretersyndrom ist eine weitere Bezeichnung für das Münchhausen-by-proxy-Syndrom. Das Münchhausen-by-proxy-Syndrom ist eine psychische Erkrankung. Physisch gesunde Menschen täuschen bei einer anderen Person (häufig ist das eigene Kind davon betroffen) Krankheiten vor oder führen diese bewusst herbei. Sie wollen, dass es dabei zu einer medizinischen Behandlung kommt. Die ausführenden Frauen zeigen sich in der Öffentlichkeit als sehr führsorglich und fügen nichtsdestotrotz ihren Kindern grausamste Verletzungen zu. Das Kind wird dabei sehr häufig zu medizinischen Untersuchungen und Behandlungen gezwungen.


Leitmerkmale:  Erfindung oder Verursachen von Krankheitszeichen bei Dritten
Definition Beim Münchhausen-by-proxy-Syndrom erfinden oder manipulieren die Betroffenen Krankheitssymptome bei Ihnen nahestehenden Personen

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Münchhausen-Stellvertretersyndrom
Vorkommen
(vor allem bei)
  • Frauen: Mütter
Phasen
  • Phase 1: Schilderung von nicht vorhanden Krankheitsbeschwerden (epileptische Anfälle, herz-/Atemstillstände)
  • Phase 2: Verfälschung von Messdaten /Körpersubstraten (Fieberkurven)
  • Phase 3: Auslösung von realen Symptomen durch Gabe von Medikamenten/ Giften
Ursachen
  • unbekannt
Risikofaktoren
  • alleinerziehend
  • getrennt lebend
  • Affinität zu medizinischen Berufen
  • Minderwertigkeitsgefühl/Einsamkeit der Frauen
  • Frauen selbst Opfer von Gewalt/Missbrauch/Vernachlässigung
  • Frauen mit vielen medizinischen Behandlungen
  • Essstörungen
  • Borderline-Störung
Symptome
  • fälschen Messdaten
  • verabreichen ihren Kindern Medikamente: z.B. Abführmittel
  • führen bei Elektrolytstörungen herbei
  • spitzen Kindern infektiöse Flüssigkeiten
  • vermischen Urin oder Blut mit Substanzen
Diagnose Anamnese: Klinik, Arztbesuche, langwierige Wundheilungen
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Psychotherapie