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Münchhausen-Syndrom

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Münchhausen-Syndrom

Koryphäen-Killer-Syndrom ist eine weitere Bezeichnung für das Münchhausen-Syndrom. Als Münchhausen-Syndrom bezeichnet man eine psychische Erkrankung. Der davon Betroffene kann körperliche Beschwerden erfinden oder selbst hervorrufen und diese sehr dramatisch präsentieren. Typisch ist dafür, dass die davon Erkrankten oft die Ärzte und Krankenhäuser wechseln und auch die Symptome sehr variabel auftreten. Die davon Betroffenen wechseln sofort den Arzt, wenn der Behandlungswunsch nicht erfüllt wird. Eine Sonderform ist das Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom.


Leitmerkmale:  Vortäuschung von körperlichen/ psychiatrischen Beschwerden um eine Behandlung zu bekommen
Definition Beim Münchhausen-Syndrom handelt es sich um eine schwere psychische Störung mit Vortäuschung von körperlichen Beschwerden

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Koryphäen-Killer-Syndrom
Vorkommen
(vor allem bei)
  • Männer: mittleres Alter
  • Frauen: im Klimakterium
Ursachen
  • unbekannt
Risikofaktoren
  • traumatische Ereignisse in der Kindheit: Verluste, Misshandlungen, Vernachlässigung
  • Erkrankungen: Identitätsstörungen, Borderline-Erkrankung, narzisstische/dissoziale Persönlichkeitsstörung
  • Allgemein: Selbstwertdefizit
Symptome
  • zwanghaftes selbstschädigendes Verhalten: fügen sich Wunden zu, nehmen unnötige Medikamente ein, Sabotage einer Heilung
  • wollen medizinische Zuwendungen: ärztliche Untersuchungen bis hin zu Operationen (Gleichgültigkeit gegenüber schmerzhaften/ gefährlichen medizinischen Eingriffen)
  • Vortäuschung von körperlichen/ psychiatrischen Symptomen/ Behinderungen
  • Neigung zur Selbstverletzung/-vergiftung
  • Erfinden spektakulärer Krankengeschichten
  • keine Krankheitseinsicht
  • ständiger Arztwechsel
  • zwanghaftes Lügen
  • Meidung von psychiatrischen/ psychosomatischen Einrichtungen
Diagnose Anamnese: Klinik, Vorerkrankungen
Differentialdiagnose
  • Hypochondrie
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Psychotherapie, Behandlung der Symptome (Wunden usw.)