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Multidirektionale Schulterinstabilität

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Multidirektionale Schulterinstabilität

Multidirektionale glenohumerale Instabilität, multidirektionale Schultergelenkinstabilität sind weitere Bezeichnungen für die multidirektionale Schulterinstabilität. Bei der multidirektionalen Schulterinstabilität handelt es sich um eine Instabilität beider Schultern, die nicht bedingt ist durch eine Trauma. Es kommt hierbei zu wiederkehrenden Subluxationen und Luxationen im Schultergelenk. Beding ist dies durch eine Hyperlaxizität des kapsuloligamentäten Strukturen. Der Humeruskopf kann dadurch leicht aus dem Gelenk entweichen.


Leitmerkmale: leichte Schulterluxationen ohne Trauma
Definition Als multidirektionalen Schulterinstabilität bezeichnet man eine zu starke Beweglichkeit der Schulter ohne vorausgehende Verletzung

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Multidirektionale glenohumerale Instabilität
  • Multidirektionale Schultergelenkinstabilität
Vorkommen
(vor allem bei)
  • Frauen: vor dem 30. Lebensjahr
Ursachen
  • angeborene Hyperlaxizität des Kapsel-Band-Apparats
Risikofaktoren
  • gestörte Kollagensynthese
  • neuromuskuläre Defizite
  • Glenoiddeformität oder Dysplasie
  • Ehlers-Danlos-Syndrom
  • Überkopfarbeit
  • Sport: Schwimmen, Gewichtheben, Werfer, Turner
Symptome
  • Schulter: vermehrte/leichte Subluxation/Luxation, Schmerzen
Diagnose Anamnese: Klinik
Körperliche Untersuchung: Schulter (Beweglichkeit)
Apparative Diagnostik: CT/MRT (Schulter), MR-Angiografie
Differentialdiagnose
  • Labrumläsion
  • Mikroinstabilität der Schulter
  • SLAP-Läsion
  • Verletzung des Rotatorenintervalls
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Muskelaufbau
  • Medikamentöse Therapie: Analgetika
  • Operative Therapie: Kapsulorafie, Kapselshift nach Neer