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Muskulärer Schiefhals

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Muskulärer Schiefhals

Torticollis muscularis, zerebrale Dystonie sind weitere Bezeichnungen für den muskulären Schiefhals. Beim muskulären Schiefhals ist die Koordination der A- und Antagonisten der Halsmuskulatur gestört. Durch noch nicht bekannte Ursachen kommt es zu einer Verkürzung und Fibrose des Musculus sternocleidomastoideus.  Meist ist die rechte Seite davon betroffen. Dabei wird der Kopf auf die Seite geneigt, die betroffen ist, und rotiert auf die gegenüberliegende Seite.


Leitmerkmale:  Schrägneigung des Kopfes, Rotation des Halses zur Gegenseite
Definition Als muskulärer Schiefhals bezeichnet man eine neurologische Erkrankung des Kindes mit schiefen Hals

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Torticollis muscularis
  • Zerebrale Dystonie
Vorkommen
(vor allem bei)
  • Säuglinge: erste drei Lebensmonate
Einteilung
  • rotatorischer Schiefhals: Kopf dreht entlang der Längsachse
  • Laterocollis: Kopf zur Schulter gekippt
  • Anterocollis: Kopf/Hals nach vorne zur Brust gebeugt
  • Retrocollis: Kopf/Hals nach hinten überstreckt
Ursachen
  • nicht bekannt
Risikofaktoren
  • Kind: ungünstige Lage des Kindes in der Gebärmutter, Fehlsichtigkeit, Schwerhörigkeit, Gleichgewichtsstörungen, Fehlbildungen der HWS
Symptome
  • Hals: Schmerzen, Fehlhaltung (neigt zur Seite), unwillkürliche Kopfbewegungen, verminderte Beweglichkeit, Verspannung der Halsmuskulatur
  • Allgemeinsymptome: ungleiche Schulterhöhen, Kopfschmerzen, mangelnde Beweglichkeit der Schulter-/Armmuskulatur, Sensibilitätsstörungen
Diagnose Anamnese: Klinik, Vorerkrankungen
Körperliche Untersuchung: Hals (Beweglichkeit, Hörtest, Sehtest
Komplikationen
  • Halswirbelsäule: Arthrose, Skoliose
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Krankengymnastik, Bauchlage vermeiden, Dehnübungen
  • Operative Therapie: Korrektur der Halsmuskulatur