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Nichtalkoholische Steatohepatitis

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Nichtalkoholische Steatohepatitis

Nichtalkoholische Fettleberhepatitis, NAFLD ist eine weitere Bezeichnung für die nichtalkoholische Steatohepatitis. Bei der nichtalkoholischen Steatohepatitis handelt es sich um eine Entzündung der Leber, die nicht durch übermäßigen Alkoholkonsum bedingt ist. Es kommt hierbei zur vermehrten Einlagerung von Triglyceriden in das Parenchym der Leber. Dadurch wird die Funktion der Hepatozyten eingeschränkt. Eine Entzündung der Leber wird ausgelöst durch eine veränderte Lipogenese und durch oxidativen Stress. Später sterben die Leberzellen ab und werden durch minderwertiges Bindegewebe (Fibrogenese) ersetzt. Lange ist die Erkrankung symptomfrei.


Leitmerkmale:  lange asymptomatisch
Definition Als nichtalkoholische Steatohepatitis bezeichnet man eine Leberentzündung verursacht nicht durch Alkohol

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Nichtalkoholische Fettleberhepatitis
  • NAFLD
Grade
  • Grad 0: Fetteinlagerung ohne Entzündung
  • Grad I: Fetteinlagerung mit leichter Entzündung
  • Grad II: Fetteinlagerung mit mittlerer Entzündung
  • Grad III: Fetteinlagerung mit starker Entzündung
Ursachen
  • unbekannt
Risikofaktoren
  • Adipositas
  • Diabetes mellitus
  • Dyslipidämie
  • arterielle Hypertonie
  • metabolische Syndrom
  • Medikamente: Amiodaron, Östrogene, Glukokortikoide
Symptome Lange symptomfrei:
  • Allgemeinsymptome: Leistungsminderung, Druck im Oberbauch, Übelkeit
Diagnose Anamnese: Klinik, Alkohol, Risikofaktoren
Körperliche Untersuchung: rechter Oberbauch (Druckschmerz)
Labor: GOT/GPT/Gamma-Glutamyltransferase/Ferritin erhöht, Blutzucker, HbA1c, Fette
Apparative Diagnostik: Sonografie, MRT, Leberbiopsie
Differentialdiagnose
  • alkoholische Fettleberhepatitis
  • Autoimmunhepatitis
  • Alpha-Antitrypsinmangel
  • Hepatitis C
  • Morbus Wilson
  • HELLP-Syndrom
  • Schwangerschaftsfettleber
Komplikationen
  • Leberfibrose
  • Leberzirrhose
  • portale Hypertonie
  • hepatozelluläres Karzinom
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Behandlung der Risikofaktoren, vermehrte körperliche Aktivität
  • Ernährungstherapie: Umstellung, Gewichtsreduktion
  • Medikamentöse Therapie: Vitamin E, GLP-1-Rezeptor-Agonisten, SGLT2-Inhibitoren
  • Operative Therapie: Lebertransplantation