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Nichtsprachliche Lernstörung

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Nichtsprachliche Lernstörung

Nonverbale Lernstörung ist ein weiteres Synonym für die nichtsprachliche Lernstörung. Bei der nichtsprachlichen Lernstörung handelt es sich um eine neuropsychologische Erkrankung. Es treten hierbei Defizite mit der Körpersprache auf. Dafür lernen die davon betroffenen Kinder sehr schnell lesen und haben eine hohe Sprachbegabung.  Weitere Defizite treten bei der Koordination von Bewegungen und bei der Feinmotorik auf.


Leitmerkmale:  die Körpersprache kann nicht gedeutet werden
Definition Als nichtsprachliche Lernstörung bezeichnet man ein neuropsychologisches Syndrom

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Nonverbale Lernstörung
Ursachen
  • nicht bekannt
  • evtl.: neurologische Schäden an der weißen Substanz der rechten Großhirnhemisphäre
Symptome
  • Allgemeinsymptome: keine Verwendung/Verstehen der Körpersprache, frühe Sprach-/Wortschatzentwicklung, sehr gutes Gedächtnis, gutes Merken von Details, frühe Leseentwicklung, sehr gute Sprachfähigkeiten
  • Motorik: fehlende Koordination, schwere Gleichgewichtsstörungen, Schwierigkeiten beim Schreiben
  • Sehen: fehlerhafte räumliche Wahrnehmung, schlechtes visuelles Gedächtnis
  • Sensorik: Über-/Unterempfindlichkeit (Hören/Sehen/ Schmecken)
  • sozial: keine nonverbale Kommunikation möglich, Veränderungen können nur schwer verarbeitet werden
Diagnose Anamnese: Klinik, Fremdanamnese
Körperliche Untersuchung: HAWIK-Test
Differentialdiagnose
  • Asperger-Syndrom
Komplikationen
  • Probleme in der Schule/ Arbeit/ Privat/ Autofahren
  • Stürze/ Unfälle
  • sozialer Rückzug/ Isolation
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Behandlung der Symptome, Ergotherapie, Logopädie, Psychotherapie, Gesprächstherapie