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Nussknacker-Syndrom

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Nussknacker-Syndrom

Beim Nussknacker-Syndrom handelt es sich um eine Einklemmung der Vena renalis sinister zwischen der Arteria mesenterica superior und der Aorta abdominalis. Kommt es hierbei zu keinen Beschwerden, so spricht man von einem Nussknacker-Phänomen (die Einklemmung ist nur radiologisch zu diagnostizieren). Es kommt dazu, dass die beiden Schlagadern bei jedem Pulsschlag die Nierenvene in die Zange nehmen und damit eine venöse Stauung im Bauchraum auslösen.


Leitmerkmale:  linksseitige Flanken-/Unterbauchschmerzen
Definition Als Nussknacker-Syndrom bezeichnet man ein Einklemmen der linken Nierenvene zwischen zwei Schlagadern

Vorkommen
(vor allem bei)
  • Frauen: zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr
Ursachen
  • unbekannt
Risikofaktoren
  • dünner/asthenischer Körperbau
  • schnell Körperwachstum in der Pubertät
  • erheblicher Gewichtsverlust in kurzer Zeit
  • starke Lordose der Lendenwirbelsäule
  • steiler Abgang der Arteria mesenterica superior aus der Aorta
  • Erkrankungen: IgA-Nephropathie, Purpura Schönlein-Henoch
Symptome Oft keine Beschwerden:
  • Bauch: linksseitige Flanken-/Unterbauchschmerzen
  • Harnsystem: Makro-/Mikrohämaturie, Proteinurie, erschwerte Blasenentleerung
  • Allgemeinsymptome: Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Bauchkrämpfe während der Menstruation, Müdigkeit, Leistungsschwäche
Diagnose Anamnese: Klinik
Körperliche Untersuchung: linker Bauch
Labor: Urin (Erythrozyten/Eiweiß)
Apparative Diagnostik: Sonografie, Doppler-Ultraschall, CT- /MRT- Angiografie
Komplikationen
  • Ruptur der Vena renalis sinister
  • Nierenvenenthrombose
  • Krampfadern im kleinen Becken (Uterus/ Gesäß/ Schamgegend)
  • Varikozele
Therapie
  • Operative Therapie: endovaskuläre Stenteinlage, Transposition der linken Nierenvene