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Obliquus-superior-Myokymie

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Obliquus-superior-Myokymie

Bei der Obliquus-superior-Myokymie handelt es sich um eine seltene Form des Augenzitterns. Betroffen davon ist der Musculus obliquus superior. Ausgelöst wird das feine unkontrollierte Zittern durch die Aktivität einzelner Nervenfasern des Nervus trochlearis (IV. Hirnnerv). Es kommt hierbei zu einem kurzanhaltenden Zittern, das durch Pausen mit normalen Befunden abgelöst wird. Die Erkrankung ist zwar harmlos, wird aber vom davon Betroffenen als sehr einschneidend empfunden.


Leitmerkmale:  episodisches, einseitiges, unkontrolliertes feine Augenzittern
Definition Als Obliquus-superior-Myokymie bezeichnet man ein seltenes Augenleiden mit unkontrolliertem Augenzittern

Ursachen
  • nicht bekannt
  • evtl. durch Druck auf die Arteria cerebri posterior
Symptome
  • Zittern: geringe Amplitude, hohe Frequenz, vertikal oder rotierend, auf einem Auge, einige Sekunden Dauer, mehrmals pro Tag, vom Betroffenen bemerkt, auslösbar durch Blick nach unten (beim Blick nach oben vergeht das Zittern)
  • Sehen: Scheinbewegungen (Ozillopsien), Doppelbilder, Schielen
Diagnose Anamnese: Klinik
Körperliche Untersuchung: Sehtest, Pupillenreflexe, Augenbewegungen
Apparative Diagnostik: MRT, Spaltlampe, Augeninnendruck
Differentialdiagnose
  • Nystagmus
  • Trigeminusneuralgie
  • okuläre Neuromyotonie
Therapie
  • Medikamentöse Therapie: Carbamazepin, Betarezeptorenblocker, Antiepileptika
  • Operative Therapie: Durchtrennung der Sehne des Musculus obliquus superior, Dekompression des IV. Hirnnervs