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Ösophagusverätzung

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Ösophagusverätzung

Speiseröhrenverätzung ist eine weitere Bezeichnung für die Ösophagusverätzung. Als Ösophagusverätzung bezeichnet man eine Schädigung der Speiseröhre mittel Säure oder Laugen. Das Krankheitsbild kommt vor allem bei Kindern und bei Menschen mit Selbstmordversuchen vor. Es kommt hierbei durch die Schärfe der Substanzen zu einer Perforation oder Nekrose der Speiseröhre. Später entsteht eine Stenose oder gar eine vollständige Obstruktion des Nahrungsweges. Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad.


Leitmerkmale:  plötzliche Dauerschmerzen nach dem Trinken
Definition Bei der Ösophagusverätzung kommt es zur Verletzung der Speiseröhre mittels Säuren oder Laugen

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Speiseröhrenverätzung
Grade
  • Grad I: Erythem und Ödem
  • Grad II: Erosionen und Ulzerationen an der Oberfläche
  • Grad III: Perforation, tiefe Ulcera
  • Grad IV: komplette Perforation
Ursachen
  • Aufnahme von Säuren/Lagen über den Ösophagus
Symptome
  • Ösophagus/Rachen: plötzliche Dauerschmerzen (auch retrosternal), Schluckschmerzen, Schluckstörungen bis Schluckunfähigkeit
Diagnose Anamnese: Klinik, Fremdanamnese
Apparative Diagnostik: Endoskopie (Ösophagus), Röntgen
Komplikationen
  • nekrotisierende Entzündung
Therapie
  • Allgemeinsymptome: Schockbekämpfung
  • Medikamentöse Therapie: Analgetika, Glukokortikoide, Protonenpumpeninhibitoren
  • Operative Therapie: Korrektur, Dilatation