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Okulopharyngeale Muskeldystrophie

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Okulopharyngeale Muskeldystrophie

Bei der okulopharyngealen Muskeldystrophie handelt es sich um eine angeborene, fortschreitende Form der Muskeldystrophie. Die Erkrankung betrifft vor allem die Muskeln der Augenlider und die Muskeln des Schluckaktes. Es kommt hierbei zu einer beidseitigen Ptosis und einer Dysphargie.


Leitmerkmale:  herabhängendes Augenlid, Schluckstörung, Schwäche der proximalen Gliedmaßen
Definition Als okulopharyngealen Muskeldystrophie bezeichnet man eine seltene progressive Myopathie

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • OPMD
Vorkommen
(vor allem bei)
  • zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr
Ursachen
  • Vererbung: autosomal-dominant (Chromosom 14, Genlokus q11.2, PABPN1-Gen)
Symptome Langsam voranschreitend:
  • Allgemeinsymptome: Wadenkrämpfe, Gliederschwäche, Ptosis (beidseits), Schluckstörung (Unterernährung), Überstreckung des Nackens, Anspannung der Stirnmuskulatur
  • Muskulatur: Schwäche der Extremitäten, Zungenschwäche, später: Atrophie/Paresen der Gesichts-/ Schulter-/ Oberarm-/ Beckengürtelmuskulatur
Diagnose Anamnese: Klinik, Familienanamnese
Körperliche Untersuchung: Muskulatur
Labor: Creatinkinase erhöht
Apparative Diagnostik: EMG
Differentialdiagnose
  • chronisch progressive externe Ophthalmoplegie
  • Myasthenia gravis
  • myotone Dystrophie
  • spinobulbäre Muskelatrophie Typ Kennedy
Komplikationen
  • Aspirationspneumonie
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Behandlung der Symptome