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Oligoasthenoteratozoospermie

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Oligoasthenoteratozoospermie

OAT-Syndrom eine weitere Bezeichnung für die Oligoasthenoteratozoospermie. Bei der Oligoasthenoteratozoospermie handelt es sich um eine Erkrankung mit eingeschränkter Zeugungsfähigkeit beim Mann. Die Erkrankung ist der häufigste Grund für eine Unfruchtbarkeit beim Mann. Man unterteilt die Erkrankung in drei Formen, wo ei die bei der ersten Form die Zeugungsfähigkeit nur sehr leicht beeinträchtigt ist. Es kommt hierbei zu einer pathogenen Veränderung der Beweglichkeit, Menge und Fehlformung der Spermien. Eine natürliche Schwangerschaft kann dadurch nicht erzeugt werden.


Leitmerkmale:  Infertilität
Definition Bei der Oligoasthenoteratozoospermie handelt es sich um eine krankhafte Veränderung der Spermien

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • OAT-Syndrom
Einteilung
  • OAT I:
    • Spermienmenge: 10 – 20 Mio./ml
    • Beweglichkeit: 30- 50% der Spermien
    • Normalformen: 10 -30% (nach WHO), 4- 14% (nach strict criteria)
  • OAT II:
    • Spermienmenge: 5 – 10 Mio./ml
    • Beweglichkeit: 20- 30% der Spermien
    • Normalformen: unter 10 % (nach WHO), unter 4% (nach strict criteria)
  • OAT III:
    • Spermienmenge: unter 5 Mio./ml
    • Beweglichkeit: unter 20% der Spermien
    • Normalformen: unter 4% (nach strict criteria)
Ursachen
  • Defekt in der Spermienbildung
  • Defekt beim Transport der Spermien durch die Samenwege
Risikofaktoren
  • angeboren:  Hodenhypoplasie, Hodenektopie, Hodenretention, Mukoviszidose, Klinefelter-Syndrom
  • Infektionen: Mumps (Orchitis), Epididymitis, Prostatitis, Geschlechtskrankheiten (Syphilis, Gonorrhoe, Chlamydien, Mykoplasmen)
  • Hormone: Testosteronmangel, LH-Mangel, FSH-Mangel, Hypo-/ Hyperthyreose
  • Allgemeinerkrankungen: Fehlernährung, Niereninsuffizienz, Diabetes mellitus, Unter-/ Übergewicht, Leberzirrhose, Varikozele, Leistenhernien, Hämochromatose, Stress
  • Allgemein: Überwärmung der Hoden, Operationen (Leistenbruch), Bestrahlung des Beckenraums, Chemotherapie
  • Noxen: Medikamente (Zytostatika, Antidepressiva, Anabolika), Alkohol, Drogen, Rauchen, Umweltgifte
Symptome
  • Spermien: Oligospermie (zu wenig, unter 15 Mio./ml), Asthenozoospermie (zu wenig bewegliche; weniger als 40%), Teratospermie (fehlgebildete)
  • Allgemeinsymptome: Zeugungsunfähigkeit
Diagnose Anamnese: Klinik
Labor: Spermiogramm, Hormone, Blutzucker, Chromosomenuntersuchung
Apparative Diagnostik: Sonografie (Hoden), Penetrationstest
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Behandlung der Risikofaktoren
  • Operative Therapie: künstliche Befruchtung