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Oligodendrogliom

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Oligodendrogliom

Oligodendroglioma ist eine weitere Bezeichnung für das Oligodendrogliom. Als Oligodendrogliom bezeichnet man diffus infiltrierende neuroepitheliale Tumore. Die Tumore können sowohl gutartig, wie auch sehr bösartig sein. Die Tumore selbst bestehen aus veränderten Oligodendrozyten (Zelltyp der Glia) Die dadurch auftretenden Beschwerden sind umso heftiger, je höher die Kompression des Gehirngewebes ist, ausgelöst durch die Größe des Tumors. Die Tumore neigen zum Einbluten ins umliegende Gewebe und wachsen von der weißen Substanz aus in die Hirnrinde.


Leitmerkmale:  epileptische Anfälle, Schlaganfallzeichen
Definition Beim Oligodendrogliom handelt es sich um einen neuroepithelialen Tumor verschiedener Klassifikation

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Oligodendroglioma
Vorkommen
(vor allem)
  • zwischen dem 35. und 50. Lebensjahr
Einteilung
  • Grad I: benigne Oligodendrogliome, langsam wachsend
  • Grad II: niedermaligne Oligodendrogliome, zu Rezidiven neigend
  • Grad III: analplastische Oligodendrogliome, neigen bösartig zu werden
  • Grad IV: maligne Oligodendrogliome, wachsen schnell
Ursachen
  • unklar
  • evtl. nach Hirnbestrahlungen/ Hirnverletzungen, Multiple Sklerose, Rauchen, Alkohol
Symptome
  • Gehirn: grau-rötlicher Tumor (Großhirn: Frontallappen), Herdsymptome (je nach Lokalisation des Tumors), Schlaganfallzeichen, Hydrozephalus
  • Allgemeinsymptome (Hirndruckzeichen): Kopfschmerzen, anhaltende Übelkeit/ Erbrechen, epileptische Anfälle, Müdigkeit, Hypertonie, Sehstörungen, Gangunsicherheit, Bewusstseinsstörungen
Diagnose Anamnese: Klinik
Labor: GFAP-spezifischer Antikörper, Mib1-spezifischer Antikörper
Apparative Diagnostik: CT/MRT (Kopf: Verkalkungen), Biopsie, EEG
Differentialdiagnose
  • Astrozytom
  • Meningeom
  • Hirnmetastasen
Therapie
  • Medikamentöse Therapie: Chemotherapie
  • Operative Therapie: Entfernung, Strahlentherapie