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Oligospermie

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Oligospermie

Spermamangel, Oligozoospermie sind weitere Bezeichnungen für die Oligospermie. Eine Oligospermie bedeutet eine zu geringe Anzahl von Spermien in der Samenflüssigkeit, Es kommt hierbei zu weniger als 15 Millionen Spermien pro Milliliter Ejakulat. Die davon betroffenen Männer können nur mit Schwierigkeiten auf natürlichen Weg Kinder erzeugen.


Leitmerkmale:  erschwerte Kinderzeugung
Definition Als Oligospermie bezeichnet man eine zu wenige Spermienzellen in der Samenflüssigkeit

Einteilung
  • milde Oligospermie: Spermienanzahl zwischen 14 und 5 Millionen
  • moderate Oligospermie: Spermienanzahl wischen 5 und 1 Million
  • schwere Oligospermie: weniger als 1 Million Spermien
Ursachen
  • angeboren:  Hodenhypoplasie, Hodenektopie, Hodenretention, Mukoviszidose, Klinefelter-Syndrom
  • Allgemein: Überwärmung der Hoden, Operationen (Leistenbruch), Bestrahlung des Beckenraums, Chemotherapie
  • Allgemeinerkrankungen: Fehlernährung, Niereninsuffizienz, Diabetes mellitus, Unter-/ Übergewicht, Leberzirrhose, Varikozele, Leistenhernien, Hämochromatose, Stress
  • Infektionen: Mumps (Orchitis), Epididymitis, Prostatitis, Geschlechtskrankheiten (Syphilis, Gonorrhoe, Chlamydien, Mykoplasmen)
  • Hormone: Testosteronmangel, LH-Mangel, FSH-Mangel, Hypo-/ Hyperthyreose
  • Noxen: Medikamente (Zytostatika, Antidepressiva, Anabolika), Alkohol, Drogen, Rauchen, Umweltgifte
Symptome
  • Spermien: zu wenig
  • Allgemeinsymptome: eingeschränkte männliche Fruchtbarkeit
Diagnose Anamnese: Klinik
Labor: Spermiogramm, Hormone, Blutzucker, Chromosomenuntersuchung
Apparative Diagnostik: Sonografie (Hoden), Penetrationstest
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: gesunde Ernährung, Verzicht auf Drogen/ Medikamente, Behandlung der Ursachen
  • Operative Therapie: künstliche Befruchtung