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Opiatvergiftung

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Opiatvergiftung

Opiatintoxikation, Opioidintoxikation sind weitere Bezeichnungen für die Opiatvergiftung. Bei der Opiatvergiftung handelt es sich um eine Vergiftung des menschlichen Körpers mittels der Medikamente Opiate oder Opioide. Das Risiko einer Vergiftung wird erhöht, wenn gleichzeitig noch andere Rauschmittel eingenommen werden (Alkohol, Benzodiazepine).


Leitmerkmale:  getrübtes Bewusstsein, Atemdepression, kleine Pupillen
Definition Als Opiatvergiftung bezeichnet man eine zu starke Aufnahme von Betäubungsmittel in den Körper

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme
  • Opiatintoxikation
  • Opioidintoxikation
Ursachen
  • zu große Menge an Opiaten/Opioiden im Blut: Morphin, Fentanyl, Methadon, Tramadol, Bupreniorphin, Heroin
Risikofaktoren
  • Fehldosierung
  • Missbrauch
  • eingeschränkte Nieren-/Leberfunktion
Symptome
  • Atemsystem: Atemdepression (Bradypnoe/ Apnoe)
  • Augen: Miosis (später Mydriasis)
  • Allgemeinsymptome: schwere Bewusstseinsstörung bis Koma, Abnahme der Körpertemperatur/ Muskeltonus, Hypotonie, reduzierte Darmmobilität 
Diagnose Anamnese: Klinik, Medikamente
Labor: Opiat-Spiegel
Apparative Diagnostik: EKG
Komplikationen
  • Koma
  • Atemlähmung
  • plötzlicher Tod
Therapie
  • Medikamentöse Therapie: Naloxon, Aktivkohle
  • Operative Therapie: Magenspülung
Notfall

Notfallmaßnahmen bei einer Opiatvergiftung:

  • - Anruf: Notarzt (Tel.112)
  • - Allgemeinmaßnahmen: Patienten beruhigen, beengte Kleidung entfernen, Patient zudecken
  • - Lagerung: erhöhter Oberkörper, Beine tief, bei Bewusstlosigkeit: stabile Seitenlage
  • - Vitalzeichenkontrolle: engmaschig
  • - Reanimation: Wiederbelebung
  • - Zusatzmaßnahmen: Sauerstoffgabe, i.v.- Zugang