Krankheiten
Opsoklonus-Myoklonus-Syndrom

 Zurück zur alphabetischen Auswahl

Opsoklonus-Myoklonus-Syndrom

Kinsbourne-Syndrom ist eine weitere Bezeichnung für das Opsoklonus-Myoklonus-Syndrom. Als Opsoklonus-Myoklonus-Syndrom bezeichnet man eine sehr seltene Störung des Nervensystems (Krankheit der tanzenden Augen). Es kommt hierbei zu Autoimmunreaktionen, die den Hirnstamm und das Kleinhirn schädigen. Die genaue Ursache ist aber noch nicht bekannt. Der Verlauf kann chronisch fortschreitend, aber auch in Schüben sein.


Leitmerkmale:  Opsoklonus, Myoklonus, Ataxie, Verhaltensstörungen
Definition Das Opsoklonus-Myoklonus-Syndrom ist eine seltene neurologisch-inflammatorische Krankheit, die vor allem in der Kindheit auftritt

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme
  • Kinsbourne-Syndrom
Vorkommen
(vor allem bei)
  • Kinder: zwischen dem 1. und 3. Lebensjahr
Ursachen
  • unbekannt
  • evtl. immunologische Reaktion auf Tumorbestandteile
  • evtl. Bakterien-/Virusinfektionen: Streptokokken, Myoplasmen, Herpes zoster
Risikofaktoren
  • Kinder: Neuroblastom, Medulloblastom
  • Erwachsene (selten): Mammakarzinom, kleinzelliges Lungenkarzinom
Symptome
  • Augen: schnelle/unkontrollierte/unregelmäßige Augenbewegungen, Schielen
  • Nervensystem: zerebelläre Ataxie
  • Allgemeinsymptome: Sprachstörungen, Mutismus, Lethargie, Erbrechen, Hypersalivation, Reizbarkeit, Schlafstörungen
Diagnose Anamnese: Klinik, Vorerkrankungen
Apparative Diagnostik: MRT (Gehirn, Tumorsuche)
Differentialdiagnose
  • akute, entzündliche Kleinhirnataxie
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Behandlung der Symptome
  • Medikamentöse Therapie: Glucokortikoide, ACTH, Immunglobuline, Immunsuppressiva, Chemotherapie, Rituximab
  • Operative Therapie: Tumorentfernung