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Organoazidopathie

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Organoazidopathie

Organoazidurie ist eine weitere Bezeichnung für die Organoazidopathie. Bei der Organoazidopathie handelt es sich um eine Erkrankung mit gestörtem Abbau von Aminosäuren und Fettsäuren. Dazu kommt noch ein gestörter Harnstoffzyklus. Es kommt dabei zu einer Anreicherung von organischen Säuren im Körper und damit zu einer Schädigung des zentralen Nervensystems. Diese giftigen Stoffwechselzwischenprodukte können somit eine Vergiftung hervorrufen. Betroffen davon sind die Gluconeogenese, der Harnstoffzyklus, die Atmungskette und die renale Karnitinreabsorption. Die Erkrankung tritt dabei in drei verschiedenen Formen auf.


Leitmerkmale:  Trinkverweigerung, Erbrechen Somnolenz
Definition Als Organoazidopathie bezeichnet man einen Überbegriff für eine Gruppe von Stoffwechselerkrankungen

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Organoazidurie
Vorkommen
(vor allem bei)
  • Neugeborene
Einteilung nach Stoffwechselprodukt
  • Methylmalonazidurie (ohne/mit Homocystinurie)
  • Isovalerianazidämie
  • Proprioazidämie
Formen
  • neonataleForm:
    • Vorkommen: bei Neugeborenen
    • Folgen: metabolische Enzephalopathie
  • chronisch intermittierende Form:
    • Vorkommen: bei Neugeborenen bis Jugendlichen
    • Folgen: ketoazidotisches Koma, Krampfanfälle
  • chronisch progrediente Form:
    • Folgen: rezidivierende Infekte, Erbrechen, Makrozephalus
Ursachen Je nach Erkrankung verschieden

Symptome
  • Allgemeinsymptome: Erbrechen, Apathie, Trinkunlust, Muskelhypotonie, enorme Schläfrigkeit, Infektanfälligkeit
  • Haut: Erytheme, Alopezie
Diagnose Anamnese: Klinik, Vorerkrankungen
Labor: Leukozyten erniedrigt, Thrombozyten erniedrigt, Ammoniak erhöht, Zucker erniedrigt, Carnitin erniedrigt, Harnsäure erhöht, Elektrolyte, Laktat, Alanin, Blutgase, Urin (Acalcarnitin)
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Behandlung der Symptome
  • Ernährungstherapie: keine Proteine, Biotin, Vitamin B12, Vitamin B1, Carnitin