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Oromandibuläre Dystonie

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Oromandibuläre Dystonie

Orofaziale Dystonie ist eine weitere Bezeichnung für die oromandibuläre Dystonie. Als oromandibuläre Dystonie bezeichnet man eine Gruppe von Erkrankungen mit den Hauptmerkmalen einer unregelmäßig wiederkehrenden Verkrampfung des Unterkiefers und der unteren Gesichtsmuskutatur. Betroffen davon ist vor allem die Unterkiefer- Mundboden- und Zungenmuskulatur.


Leitmerkmale:  Muskelverkrampfung am unteren Gesicht, starke Schmerzen
Definition Bei der oromandibulären Dystonie handelt es sich um eine neurologische Erkrankung mit Verkrampfungen der unteren Gesichtshälfte

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Orofaziale Dystonie
Einteilung
  • fazialer Typ: betroffen ist vor allem die untere Gesichtsmuskulatur (Grimassen)
  • Kieferschließungstyp: es kommt hierbei zu Problemen mit dem Öffnen des Mundes
  • Kieferöffnungstyp: es kommt zu einem unwillkürlichen Aufreißen des Mundes
Ursachen
  • unklar
Risikofaktoren
  • genetische Veranlagung
  • Erkrankungen: Meige-Syndrom, Blepharospasmus
  • strukturelle Veränderungen der Basalganglien/Hirnstamm
  • Medikamente: Neuroleptika
  • Drogen
Symptome
  • Verkrampfungen: ohne äußeren Anlass (unwillkürlich), unregelmäßig wiederkehrend, oft länger anhaltend
  • Lokalisation: untere Gesichtsmuskulatur (Unterkiefer, Mundboden, Kinn, Zunge, Schlundbereich)
  • Allgemeinsymptome: verstellte Gesichtsausdrücke (Grimassen), heftige Schmerzen, starke Behinderung der Nahrungsaufnahme/ Sprechen/ Schlucken (unkontrollierte Zungen-/Kaubewegungen), Schäden/abnorme Abnützung der Zähne, Erhöhung des Speichelflusses
Diagnose Anamnese: Klinik, Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahme
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Behandlung der Symptome, Krankengymnastik, Elektrostimulation, Entspannungsübungen, Massagen, Ergotherapie, Logopädie
  • Medikamentöse Therapie: Botulinumtoxin A- Injektionen, L-Dopa, Tetrabenazin, Baclofen
  • Operative Therapie: Durchtrennung der Nerven