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Osteochondrosis intervertebralis

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Osteochondrosis intervertebralis

Bei der Osteochondrosis intervertebralis handelt es sich um eine degenerative Veränderung der Bandscheibe und deren benachbarten Endplatten der Wirbelkörper (Knochen, Knorpel). Es kommt hierbei zu Ausziehungen (Spondylophyten) an den Wirbeln und zu Form- und Elastizität- Veränderungen der Bandscheiben. Durch die Höhenminderung der Zwischenwirbelräume kommt es dazu zu einem Verschleiß der Wirbelbogengelenke (Facettengelenksyndrom). Die Erkrankung ist bei fast allen älteren Menschen nachweisbar. Meist ist davon die Hals- und die Lendenwirbelsäule betroffen.


Leitmerkmale:  stark, tiefsitzende Rückenschmerzen
Definition Als Osteochondrosis intervertebralis bezeichnet man eine Verschleißerkrankung der Wirbelsäule

Klassifikation nach Modic
  • Typ 1: Bandscheibendegeneration mit verminderter Höhe der Bandscheiben, Entzündungen/ Ödeme am Knochen
  • Typ 2: blutbildendes Knochenmark wird durch Fettgewebe ersetzt
  • Typ 3: Verhärtung der knöchernen Wirbelkörper (Sklerosierung), Bildung von Spondylophyten (knöcherne Anbauten an den Wirbelkörpern)
Ursachen
  • Alter
  • Vererbung
  • Adipositas
Symptome Meist ohne:
  • Allgemeinsymptome: tiefsitzende Rückenschmerzen, Probleme beim Gehen/ Laufen
Diagnose Anamnese: Klinik
Apparative Diagnostik: Röntgen (Höhenminderung des Bandscheibenfachs), CT, MRT
Differentialdiagnose
  • Spondylodiszitis
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Behandlung der Symptome, Physiotherapie, Wärmeanwendungen, Stufenbett, Massage, Reizstrom, Gewichtsreduktion, Mieder
  • Medikamentöse Therapie: Analgetika, Antiphlogistika, Muskelrelaxantien
  • Operative Therapie: Versteifung