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Osteoporose-Pseudoglioma-Syndrom

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Osteoporose-Pseudoglioma-Syndrom

Okuläre Form der Osteogenesis imperfecta, OPPG sind weitere Bezeichnungen für das Osteoporose-Pseudoglioma-Syndrom. Unter dem Osteoporose-Pseudoglioma-Syndrom versteht man eine sehr seltene angeborene Erkrankung des Bindegewebes. Es kommt hierbei zu sehr deutlichen Veränderungen an den Augen um am Skelett.


Leitmerkmale: Blindheit, Osteoporose, Spontanfrakturen in der Kindheit
Definition Beim Osteoporose-Pseudoglioma-Syndrom handelt es sich um eine sehr seltene angeborene Erkrankung mit Augen- und Skelettfehlbildungen

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Okuläre Form der Osteogenesis imperfecta
  • OPPG
Ursachen
  • Vererbung: autosomal-rezessiv (Chromosom 11, Genort q13.2, LRP5-Gen)
Symptome
  • Augen: Hyperplasie des Glaskörpers, Anomalien der Iris/Linse, Katarakt, blaue Skleren, Pseudogliom, später: Schrumpfung des Augapfels/Visusverlust/ intraokuläre Verkalkungen/ Netzhautablösung
  • Knochen: Osteoporose (v.a. Wirbelsäule), Schaltknochen in den Schädelnähten, vorzeitige Verknöcherung der Schädelnähte, Mikrozephalie), watschelnder Gang
  • Skelett: Kleinwuchs, kurzer Rumpf
  • evtl.: Muskelhypotonie, angeborene Herzfahler, schlaffe Bänder, geistige Retardierung
Diagnose Anamnese: Klinik, Familienanamnese
Körperliche Untersuchung: Augen (Sehtest)
Labor: Genanalyse
Apparative Diagnostik: Röntgen
Differentialdiagnose
  • Retinoblastom
  • Osteogenesis imperfecta
Komplikationen
  • Spontanfrakturen
  • Blindheit
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Behandlung der Symptome