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Panik

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Panik

Als Panik bezeichnet man eine extreme Stressreaktion auf eine Bedrohung. Der davon Betroffene verliert dabei die Kontrolle und kann nicht mehr rational denken und handeln. Es kommt somit zu unkontrollierten Verhaltensweisen (Schreien, Umherschlagen oder Starre, Bewegungslosigkeit usw.). Savon betroffen können sowohl Einzelpersonen wie auch Gruppen sein. Panik kann aber auch krankhaft auftreten ohne vorausgehende Bedrohung.


Leitmerkmale: plötzliches, starkes Angstgefühl
Definition Bei der Panik handelt es sich um eine Körperreaktion auf eine tatsächliche oder angenommene Bedrohung

Ursachen
  • genetische Veranlagung: Eltern leiden schon unter Panik
  • Traumata/belastende Lebensereignisse: Gewalterfahrungen, körperlicher/ emotionaler Missbrauch, Verlust einer nahestehenden Person, Trennung, Geldnöte usw.
  • neurobiologische Ursachen: Missverhältnis zwischen Serotonin und Noradrenalin im Gehirn
  • psychische Erkrankungen: Phobien (Klaustrophobie; Agrophobie, Flugangst usw.), Essstörungen, Depression, posttraumatische Belastungsstörung, Hypochondrie, Psychosen
  • allgemeine Erkrankungen: Schilddrüsenerkrankungen, neurologische Erkrankungen, Herz-/Kreislauferkrankungen
  • Allgemein: ängstliche Person, Stress, Drogen, Medikamente
Symptome
  • körperliche: starker Bewegungsdrang oder Apathie, Atemnot, Zittern, Burstschmerzen, Herzklopfen/-rasen, Schwindel, Übelkeit, starkes Schwitzen
  • psychische: Harn-/Stuhldrang, Depersonalisierung, Derealisation
Diagnose Anamnese: Klinik, Vorerkrankungen
Komplikationen
  • Todesangst
  • Panikattacke
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Behandlung der Grunderkrankung, Konfrontationstherapie, Muskelentspannung, regelmäßige, körperliche Bewegung
  • Medikamentöse Therapie: Benzodiazepine, Serotonin-Wiederaufnahmehemmer